Thementipps zur akut 2012 in Bremen

Am Freitag und Sonnabend, 5. und 6. Oktober 2012, findet zum dritten Mal die Kongressmesse „akut – Deutsches Forum für Notfallmedizin & Rettung“ in der Messe Bremen statt.

Parallel dazu und sogar bis Sonntag, 7. Oktober, sind die Weber Rescue Days zu Gast, die weltgrößte Ausbildungsveranstaltung zu technischer Rettung durch Feuerwehren.

Neue Antriebstechnologien

Energiewende – Neue rettungsdienstliche Herausforderungen. Seit Sommer 2011 ist der Ausstieg Deutschlands aus der Atomenergie und der Umstieg auf erneuerbare Energien beschlossen. In diesem Zusammenhang sind viele neue Technologien auf dem Vormarsch, die zugleich neue Gefahren bergen. Das zeigen Unfälle mit Elektroautos ebenso wie Verpuffungen in Biogasanlagen. Wie können sich Retter vorbereiten, wie müssen sie vorgehen, um sich nicht selbst zu gefährden? Dies ist Thema der Eröffnungssitzung der akut am Freitag, 5. Oktober, von 11.00 bis 12.30 Uhr in Raum Sylt, aber auch der Sitzung „Neue Fahrzeugtechnologie – Auswirkungen für die Retter“ am Samstag, 6. Oktober, von 15.00 bis 16.30 Uhr in Raum Amrum.

Unfall auf der Offshore-Windkraftanlage

In den Kontext der Energiewende gehört auch diese Sitzung zu Rettungseinsätzen auf Offshore-Windrädern. Damit beschäftigen sich am Samstag, 6. Oktober, Raum Langeoog, von 11.00 bis 12.30 Uhr der Leiter des Rettungsdienstes bei der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS), Udo Helge Fox, Hans-Werner Monsees, Chef des Havariekommandos in Cuxhaven, und Dr. Matthias Ruppert, ärztlicher Leiter der ADAC-Luftrettung. Unter anderem geht es in der Sitzung um die geplante Notfall-Leitstelle für Offshore-Unfälle.

Rettung aus der Luft

Ein Techniker stürzt von einer Offshore- Windkraftanalage in die Nordsee und verletzt sich schwer – wie versorgen ihn Rettungsdienst und Notärzte? Das simuliert die ADAC-Luftrettung am Samstag, 6. Oktober, ab 13.00 Uhr auf dem Freigelände. Ein Hubschrauber der Wiking Hubschrauber GmbH fliegt vom Stützpunkt Wilhelmshaven-Mariensiel mit einem Notarzt und einem Rettungsassistenten an Bord ein und lässt die Retter mit einer Winde hinab auf die Bürgerweide. Dort versorgen sie den „Verletzten“, eine Simulationspuppe. Und sie betreuen ihn auch weiter, während er und die Retter wieder am Seil an Bord des Hubschraubers gehoben werden.

Rettung im Alltag

Telefonreanimation

Laien am Telefon bei der Herz-Lungen-Wiederbelebung anzuleiten: Diese Hilfe wirkt, so Experten. Bremen und Harrislee gehören zu den noch sehr wenigen Leitstellen in Deutschland, in denen der Ansatz systematisch eingesetzt wird. In Workshops wollen die Befürworter – darunter der Chef der Bremer Leitstelle, Michael Richartz – ihn Kollegen nahebringen (zum Beispiel Freitag, 5. Oktober, 9.30 bis 11.00 Uhr, Raum Pellworm).

Erste Hilfe bei Vergiftungen mit der „Bremer Liste“

Statt vieler teurer Gegengifte nur fünf an Bord von Notarztwagen – dafür wirbt die „Bremer Liste“. Sie ist Thema am Freitag, 5. Oktober, von 14.30 bis 16.00 Uhr in Raum Langeoog.

Schlussfolgerungen aus Registerdaten

Epidemiologische Datenbanken erlauben Analysen im großen Stil zu Fällen von Reanimation, Schlaganfall oder auch Traumen. Solche Analysen liefern wichtige Ergebnisse für die tägliche Patientenversorgung. Aktuelle Erkenntnisse sind Thema am Freitag, 5. Oktober, von 12.30 bis 14.00 Uhr, in Raum Norderney.

Retten Sie Herrn Wagner!

„Oh, mir wird übel“, sagt Herr Wagner und der Rettungssanitäter greift zum Beutel. „Herr Wagner“: So nennen die Mitarbeiter der Rettungsdienstkooperation Schleswig-Holstein gelegentlich die Puppe, an der in ihrem Hightech-Trainingsrettungswagen (T-RTW) das Retten geübt wird. Die Puppe blinzelt mit den Augenlidern, spricht, schläft scheinbar wie ein richtiger Mensch. Auch ihr Puls und ihr Blutdruck verändern sich – je nachdem, wie die Trainier sie steuern. In Workshops (zum Beispiel am Freitag, 6. Oktober, von 10.00 bis 10.45 Uhr, insgesamt neun Termine, Stand A02/Halle 5) üben die Teilnehmenden für den Notfall.

WEBER RESCUE DAYS

5. bis 7. Oktober, Hallen 5 bis 7. Bei der weltweit größten Ausbildungsveranstaltung in der technischen Hilfeleistung für Feuerwehren und Technische Hilfswerke üben die Teilnehmenden nach einem Theorieblock ab Freitag, 5. Oktober, 13.00 Uhr, auch an vielen Praxisstationen. Am Samstag und Sonntag, 6./ 7. Oktober, beginnt das Praxistraining um 8.30 Uhr. Unter anderem wird am Sonntag an einer Station ein Busunfall mit einer großen Zahl Verletzter (MANV) inszeniert.

Massenanfall von Verletzten (MANV)

Besondere Herausforderungen bergen Situationen, bei denen Retter eine große Zahl an Verletzten zu versorgen haben. Darum beschäftigen sich stets mehrere Sitzungen der akut mit Großschadenslagen und ihren Konsequenzen. Hier zwei Beispiele:

Triagetraining

Zum Beispiel bei Massenkarambolagen ist binnen Sekunden zu entscheiden, wer zuerst behandelt wird und wer warten kann. Dieses Triage-Training ist fachlich, ethisch und rechtlich eine Herausforderung – wie vorzugehen ist, erarbeitet unter anderem der Leiter des Trainingszentrum medizinischer Bevölkerungsschutz im ASB Bremen, Jürgen Schreiber, in Workshops mit den Teilnehmern (zum Beispiel am Freitag, 5. Oktober, 14.30 bis 15.30 Uhr, Raum Amrum.

Sind Großveranstaltungen der „geplante“ MANV?, fragen die Referenten am Samstag, 6. Oktober, von 12.30 bis 14.00 Uhr, Raum Sylt. Dabei geht es um Planungssysteme für Großveranstaltungen oder auch den Umgang mit Flashmob-Events via Facebook und Co.

Weitere Informationen unter www.akut-bremen.de.

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