Zu diesen vorbeugenden Brandschutzmaßnahmen gehören bauliche Gegebenheiten, die brandschutztechnischen Maßnahmen am Objekt, sowie die Organisation des Brandschutzes im Betrieb.
Auch der vorbeugende Brandschutz fällt in das Aufgabengebiet der Feuerwehr. So arbeitet die Feuerwehr mit Behörden, Bauträgern und Eigentümern eng zusammen, um die gesetzlichen Bestimmungen des Brandschutzes zu verwirklichen und auch einzuhalten.
Der vorbeugende Brandschutz lässt sich wiederum in drei Bereiche unterteilen:
Baulicher Brandschutz
Anlagentechnischer Brandschutz
Organisatorischer Brandschutz
Nur wenn diese drei Brandschutzmaßnahmen, der bauliche, der anlagentechnische und der organisatorische Brandschutz zu einem Gesamtkonzept vereinigt, Anwendung finden, kann der vorbeugende Brandschutz wirksam sein.
Unter baulichem Brandschutz sind alle Brandschutzmaßnahmen vereinigt, die ein Gebäude betreffen. Das bedeutet, dass alle Materialien und auch die Bauweise den Bestimmungen des baulichen Brandschutzes angepasst sein sollten.
So regelt die DIN 4102 die Anforderungen an Materialien die zum Bau eines Objektes nötig sind. Die Norm 4102 unterteilt alle gängigen Baumaterialien in die sogenannten Baustoffklassen und Brandschutzklassen.
Alle baulichen Gegebenheiten, wie beispielsweise Wände, Decken, Brandwände usw. fallen damit in den Aufgabenbereich des baulichen Brandschutzes.
Unter dem anlagentechnischen Brandschutz versteht man alle Maßnahmen die in ein Objekt eingebaut werden und der Brandverhütung dienen. Zu diesen Anlagen und Einrichtungen zählen Brandmeldeanlagen, Feuerschutztüren, Brandschutzklappen, Feuerlöschanlagen, Rauchansaugsysteme, Sprinkleranlagen, Brandschutztüren usw.
Spezielle Brandschutzmontagefirmen kümmern sich um den Einbau solcher Anlagen.
Der organisatorische Brandschutz vereinigt zahlreiche Maßnahmen die helfen sollen Brände zu vermeiden. Aber es werden auch Verhaltensregeln vermittelt, die helfen im Falle eines Brandes nicht in Panik zu geraten und ruhig zu handeln sowie Hilfestellungen zur Verbesserung der Brandbekämpfung gegeben.
In öffentlichen Gebäuden, Schulen und Universitäten sowie Arbeitsstätten spielt der organisatorische Brandschutz eine wichtige Rolle. Denn alle Menschen die sich im Gebäude aufhalten, dort studieren oder arbeiten, müssen über ihr Verhalten im Brandfall informiert werden. Zu den Maßnahmen des organisatorischen Brandschutzes gehört die Brandschutzordnung, die Belehrung des Personals eines Betriebes sowie Sicherheitspläne, Fluchtpläne usw. Aber auch die Wartung von Brandschutzanlagen muss erledigt werden und ist damit ein Teil des organisatorischen Brandschutzes.
Der organisatorische Brandschutz verfolgt das Ziel, die Entstehung von Bränden zu verhüten und gleichzeitig Brandschäden zu vermeiden. Außerdem soll der organisatorische Brandschutz die Maßnahmen des baulichen und anlagentechnischen Brandschutzes auf ihr Wirksamkeit prüfen und diese sicherstellen.
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