Interview mit Eva Siebenherz von MissingScout

Österreich | am 15.06.2012 - 14:08 Uhr | Aufrufe: 1479

MissingScout ist die neue europaweite Datenbank zur Suche von vermissten Personen. Doch wer oder was steckt dahinter, was sind die Ziele vom Projekt "MissingScout" und was will man langfristig erreichen? Dies und viele weitere Fragen   

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Wie ist die Internet-Plattform MissingScout entstanden?
Durch die ursprüngliche Plattform des Internationalen Personensuchpools und der Überlegung, die Vermissten-Suche über eine zentrale Datenbank zu verbessern und damit ein weltweites Netzwerk der Vermissten-Suche zu verwirklichen.

Wie setzt sich das Team rund um MissingScout zusammen?
Das Team besteht grundsätzlich aus ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen, die zum Teil selbst Betroffene sind und aufgrund langjähriger Erfahrung die besten Eigenschaften und Kompetenzen haben. Es sind Mitarbeiter/innen die sich bereits in Pension befinden und welche die noch voll im Berufsleben stehen und ihre ehrenamtliche Tätigkeit in ihrer Freizeit verrichten. Es sind Journalisten, Detektive, Programmierer, Webdesigner oder Hausfrauen, die jeder für sich eine Aufgabe übernommen haben und diese auch motiviert ausüben.

Das Motto von MissingScout lautet „Jeder Vermisste ist einer zu viel!".
Ja, und das ist es tatsächlich! Jeder ist in der Lage, sofern er die Bereitschaft dazu hat, einen anderen Menschen zu retten oder ihn in einer schwierigen Situation beizustehen und dadurch von einer unüberlegten Handlung abzuhalten. Wenn man seinem Gegenüber in der Familie, in der Arbeit oder unterwegs eine gewisse Aufmerksamkeit schenkt und nicht achtlos aneinander vorbei geht, würde es auch weniger Vermisste geben.

Aus welchen Gründen setzt sich MissingScout so stark für die Vermisstensuche ein?
Menschen, die sich ehrenamtlich solchen Projekten zuwenden sind Idealisten, deren Motivation und Leidenschaft in ihrem eigenen Schicksal zu suchen ist. Es ist die Bereitschaft anderen Menschen zu helfen auch wenn es dafür oft keine Dankbarkeit gibt. Jeder kämpft an einer anderen Front für eine gute Sache.

MissingScout für die Vermisstensuche. An wen richtet sich das Angebot der Datenbank?
An alle Suchenden und Vermissten, an Kooperationspartner in der Vermisstensuche und das weltweit.

Welche Unterstützer hat MissingScout bereits gefunden?
Es haben sich schon einige Befürworter und Unterstützer gefunden. Ob es Künstler sind, welche die Werbetrommel schlagen, IT-Techniker die ihr Wissen und ihre Zeit oft kostenlos zur Verfügung stellen und jeder Einzelne der sich für das Projekt engagiert. Wir hoffen weiter auf Förderer und Förderungen um das Projekt auch weiterhin erhalten zu können.

Was sind die Ziele, die sie sich mit ihrer Arbeit gesteckt haben?
- Eine zentrale Vermisstendatenbank zu schaffen um keinen Vermissten mehr in Vergessenheit geraten zu lassen.
- Ein Netzwerk der Vermisstensuchenden
- Mehr Akzeptanz in der Bevölkerung, bei den Behörden und der Politik.
- MissingScout, die Website als Einstiegsseite
- MissingScout, die Datenbank
- MissingScout, als Werbeträger
- Missingscout, als Repräsentant
- MissingScout als Hoffnungsträger für Vermisste & Suchende
- MissingScout als Meilenstein in der Vermissten – und Personensuche

 

Kontaktdaten MissingScout (ID: 53603)

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