MissingScout: Eine Datenbank zur Suche nach Vermissten

Österreich | am 15.06.2012 - 12:38 Uhr | Aufrufe: 3352

Unter dem Motto „Jeder Vermisste ist einer zu viel!“ will die Datenbank MissingScout die Öffentlichkeit für das Thema der Vermissten-Suche sensibilisieren. Mit der Internet-Datenbank soll die Suche nach Vermissten, über geographische Grenzen hinweg, ermöglicht werden.

Die Internet-Datenbank MissingScout steht für den gesamteuropäischen Zusammenschluss von verschiedenen Initiativen, Organisationen und Personen, die sich aktiv an der Suche nach Vermissten beteiligen. Das MissingScout-Team setzt sich aus ehrenamtlichen Mitgliedern, die aus verschiedenen Fachrichtungen kommen, zusammen. Insgesamt arbeiten mehr als 20 Leute aus verschiedenen Ländern an diesem Projekt. Die einzelnen Mitglieder engagieren sich in unterschiedlichen Bereichen. Demzufolge setzen sich die Mitglieder auch für verschiedene Vermisstenthematiken ein.

Das Motto: Jeder Vermisste ist einer zu viel!

MissingScout will wirkungsvolle Wege bieten, die Öffentlichkeit für das Thema der Vermissten-Suche zu sensibilisieren. Unter dem Motto „Jeder Vermisste ist einer zu viel!“ sollen verantwortliche Personen aufgerüttelt werden, auf Worte auch Taten folgen zu lassen.

Es gibt viele Gründe, warum MissingScout sich für die Vermisstensuche einsetzt: So soll die Plattform eine Anlaufstelle für Menschen bieten, die Angehörige suchen. Doch auch bei Vermisstenfällen, die schon Jahre zurück liegen und somit aus dem Raster der Polizeiermittlungen fallen, soll Hilfe angeboten werden. Außerdem soll die Plattform die Möglichkeit bieten, Fakten zu diversen Vermissten-Fällen überprüfen zu können.

Datenbank zur benutzerfreundlichen Suche nach Vermissten

Wir befinden uns im Zeitalter des Internets – unzählige Suchmaschinen stehen bei der Suche nach Vermissten zur Verfügung. Doch die Suchmaschinen funktionieren alle unterschiedlich, sind nicht immer seriös und verlangen oft vor der Suche viele persönliche Daten von den Suchenden. Deshalb baut MissingScout eine umfassende Datenbank auf, die eine benutzerfreundliche Suche ermöglichen soll – und das über die geografischen Grenzen hinweg. Durch die Veröffentlichung einer Suche über zahlreiche Websites kann leichter eine große Medienpräsenz geschaffen werden.

Die Mission: Daten von vermissten Personen bereit stellen

Die "Datenbänker der Vermissten" gibt es bereits seit September 2011. Die Mission von MissingScout ist, Daten von vermissten Personen möglichst umfassend bereit zu stellen – mit dem Ziel diese Wiederzufinden. Die MissingScout-Datenbank soll jedem die Möglichkeit bieten, nach Menschen zu suchen die er vermisst. Dabei sollen die Daten für jeden einsehbar sein. Die Datenschutzgesetzte werden dabei selbstverständlich berücksichtigt.

Gemeinsam Menschen wiederfinden – Jeder kann helfen

Im Moment gibt es nur wenige Vermissten-Datenbanken. Diese werden vor allem von staatlichen und kirchlichen Institutionen betrieben. Auch kleine Vereine, Initiativen und soziale Netzwerke veröffentlichen Vermisstenanzeigen. Doch seitens der Behörden werden kaum Daten zugänglich gemacht. Wenn die Zusammenarbeit mit gleichgesinnten Organisationen, Polizei und Öffentlichkeit nicht gegeben ist, stößt jede noch so gute Aktion an ihre Grenzen. An dieser Stelle will MissingScout ansetzen.

MissingScout setzt bei der Idee auf  Vereine, private Suchseiten, Organisationen und Menschen, denen es ein Bedürfnis ist zu helfen. Gemeinsam soll es gelingen, Menschen wiederzufinden, Schicksale aufzuklären und Ungewissheit zu beenden.

Hier kommen Sie zur Webpräsenz von MissingScout.



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