Burgau: Nach Notfall langes Warten auf Intensivbett in Klinik

Im Notfall zählt jede Sekunde. In Burgau kam es vergangene Woche zu einem Notfall bei dem ein Lkw-Fahrer in seinem Führerhaus zusammenbrach. Er musste wiederbelebt werden und sollte dann in ein Krankenhaus gebracht werden. Doch die Suche nach einem Intensivbett in einer Klinik erwies sich als äußerst schwierig.

Am Montag kam es in der Burgauer Innenstadt zu einem Notfall. Ein Lkw-Fahrer brach in seinem Führerhaus zusammen. Passanten wurde aufmerksam und holten sofort Hilfe. Zufällig war die Besatzung eines Krankentransportwagens vor Ort. Die Helfer kümmerten sich sofort um den Lkw-Fahrer und leitsteten Erste Hilfe. Kurze Zeit später trafen Notarzt und Rettungsdienst ein, um dem Mann zu versorgen.

Lkw-Fahrer wird wiederbelebt

Der Lkw-Fahrer musste wiederbelebt werden. Die Integrierte Leitstelle Donau-Iller versuchte parallel zum Notfalleinsatz vor Ort ein Intensivbett in einer nahe gelegenen Klinik für den Lkw-Fahrer zu finden. Doch vergeblich: alle Krankenhäuser sagten ab, wie die Augsburger Allgemeine berichtet. Für Beobachter des Einsatzes sei es eine unendlich lange Zeit gewesen. Auch hätten diese mitbekommen, wie die Einsatzkräfte drängten nun endlich mitgeteilt zu bekommen, welche Klinik man anfahren solle. Letztendlich fuhr der Rettungswagen mit Patienten in Lebensgefahr in die Uniklinik nach Ulm. 

Lange Suche nach Klinik kein Einzelfall

Wie ein Notarzt mitteilte, sei dies kein Einzelfall. In ganz Deutschland gebe es dieses Problem. Krankenhausbetten würden immer weniger werden, so dass ein Missverhältnis entstehe. Auch der Leiter des Rettungsdienstes im Landkreis bestätigte, dass solche Fälle ab und zu passieren. Das liege beispielsweise daran, dass sich die Kliniklandschaft ausdünne und sich Kliniken spezialisierten. Doch niemand müsse Angst haben vor Ort zu sterben, so ein Notarzt, denn man hätte das Recht ein Krankenhaus zwangszubelegen, sollte dieses ablehnen. Doch manchmal sei es eben doch sinnvoller auch einmal länger zu telefonieren, um eine passende Klinik für den Patienten zu finden, so der Notarzt. Doch komme es eher selten vor, dass Intesivstationen voll seien, so der Vorstand der Kreiskliniken.

Quelle: Augsburger Allgemeine

Bild: retter.tv Symbolbild 

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