Frau wählt Notruf als ihr Ehemann stürzt und wird abgewiesen

Großenkneten | am 18.05.2017 - 13:14 Uhr | Aufrufe: 1137

Ein 82-Jähriger stürzte in der Nacht auf den 2. Mai auf dem Weg zur Toilette. Da er nicht aus eigener Kraft aufstehen kann und seine Ehefrau ihm auch nicht helfen kann, wählt sie den Notruf. Die Antwort aus der Zentrale: Wenn ihr Mann nicht verletzt sei, könne man nicht kommen.

Es wurde empfohlen, die Nachbarn oder die Nachtschwester im benachbarten Altenheim um Hilfe zu bitten. Da ihnen letztendlich keiner helfen konnte, rief die Ehefrau ein zweites Mal die 112, als ihr Mann seit 4 Stunden auf dem Boden lag. Danach kam ein Einsatzwagen mit zwei Helfern, die den Rentner aufhoben und auf seinen Wunsch wieder ins Bett legten. Am nächsten Tag wurde jedoch klar, dass der Sturz und das Liegen schwerere Folgen nach sich zogen. Der Gestürzte musste ins Krankenhaus eingeliefert werden und konnte dieses erst nach zehn Tagen wieder verlassen.

 

Zentrale habe keinen Fehler gemacht

 

Der stellvertretende Leiter der Großleitstelle Oldenburger Land bedauert, wie sich die Situation entwickelt hat und entschuldigte sich dafür bei der Ehefrau. Er betone aber auch, dass der diensthabende Kollege keinen Fehler gemacht hat. Laut ihm sei der Rettungsdienst für den Transport von Notfallpatienten ins Krankenhaus oder von Kranken mit ärztlicher Verordnung zuständig. Die 75-Jährige wollte zumindest beim ersten Notruf aber nur, dass ihr Mann wieder ins Bett gebracht wird. Solche Einsätze seien im Gesetz nicht vorgesehen und wären nur eine unnötige Belastung. Die Ehefrau zeigte sich gegenüber der Erklärungen einsichtig und gab zu, dass sie schon beim ersten Anruf hätte angeben sollen, dass ihr Mann einen Herzschrittmacher habe und Diabetiker sei. Aber daran denke man in der ganzen Aufregung nicht.

Bildquelle: retter.tv Symbolbild

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