Notrufmissbrauch: Vorgetäuschte Nussallergie führt zu Bahnsperrung

Eiserfeld | am 21.04.2017 - 13:44 Uhr | Aufrufe: 331

Mit Allergien ist nicht zu scherzen, dessen ist sich selbstverständlich der Rettungsdienst bewusst. Deshalb ging er auch in diesem Fall einem Notruf aus Eiserfeld nach – und wurde von den Anrufern dreist hinters Licht geführt.

Wie die Westfälische Rundschau berichtete, rief ein 28-Jähriger unter falschem Namen den Notruf und erzählte, er und ein anderer Mann hätten sich in einer Kneipe kennengelernt und festgestellt, dass sie beide unter einer Nuss-Allergie leiden. Daraufhin hätten sie zusammen eine Tüte Erdnüsse gegessen, um auszutesten wer gegenüber der Allergie der Stärkere sei. Sein Bekannter habe kurz darauf Atemnot bekommen und sei verwirrt am Bahnhof auf die Schienen gelaufen, weshalb er nun den Notruf alarmierte.

Vergebliche Suchaktion mit böser Überraschung

Umgehend wurden mehrere Streifenwagen und ein Polizeihund zur Suche nach dem Mann alarmiert. Doch weit und breit keine Spur von dem Mann mit Atemnot. Zudem wurde der Bahnverkehr von der Polizei gestoppt. Währenddessen wurde der 28-Jährige von Sanitätern medizinisch versorgt: Allerdings vergebens, denn es lag keine allergische Reaktion vor. Die Geschichte war frei erfunden, wie die Westfälische Rundschau weiter berichtete. Der junge Mann, übrigens mit zwei Promille im Blut, entschied aber, bei dem Lügenkonstrukt zu bleiben und wollte die Gleise selbst nach seinem Freund absuchen. Die Polizei erteilte ihm jedoch daraufhin einen Platzverweis. Den Mann erwartet nun ein Verfahren wegen Notrufmissbrauch und wahrscheinlich auch noch eine dicke Rechnung für die Einsatzkosten.

Bild: retter.tv Symbolbild

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