Rettungsdienst verklagt: Personalien von Rettern müssen nicht herausgegeben werden

München | am 20.03.2017 - 10:03 Uhr | Aufrufe: 1656

Ein Mann litt im Jahr 2015 unter einer akuten Psychose, weshalb seine Tochter den Rettungsdienst alarmierte. Weil der Mann dabei auch einen Retter attackiert haben soll, wurde er mit Medikamenten ruhig gestellt. Nun verklagte der Patient den Rettungsdienst auf Herausgabe der Personalien der beteiligten Rettungskräfte - und verlor. 

Wie der Merkur berichtet, ereignete sich der medizinische Notfall im Februar 2015. Damals litt ein Mann bei Landsberg unter einer akuten Psychose, seine Tochter alarmierte den Rettungsdienst. Ein Notarzt sowie drei Rettungsdienstler eilten zum Einsatzort, wo sie den Patienten dem Bericht zufolge auf dem Boden sitzend und nicht ansprechbar vorfanden. Doch dann, so heißt es weiter, sei der Mann auf einen der Retter losgegangen. Die anderen Rettungskräfte drückten ihn daraufhin auf den Boden, so die Zeitung weiter, ihm wurde ein Beruhigungsmittel verabreicht und er kam in eine psychiatrische Klinik.

Patient pocht auch Herausgabe von Personalien

Der Patient nahm diesen Einsatz jedoch anders wahr. Er gab an, dass die Einsatzkräfte darüber gesprochen hätten, dass man ihn "abschießen" müsse, wodurch er sich bedroht fühlte. Auch die Fixierung und die Gabe von Beruhigungsmitteln sei nicht korrekt gewesen, heißt es weiter. Der Mann klagte deshalb auf die Herausgabe der Personalien der beteiligten Retter, doch das Amtsgericht München wies die Klage dem Merkur zufolge ab. Zum einen, weil nicht klar sei, wer die Äußerung über das "abschießen" tatsächlich getätigt habe, zum anderen, weil der Patient nicht angeben könne, von wem die Beruhigungsmittel verabreicht worden sind, heißt es abschließend.

Bild: retter.tv Symbolbild

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