Innovation zum ausprobieren: Feuerwehrszenarien in der virtuellen Realität

Die Universität Kassel hat eine neue Alternative für Einsatzübungen der Feuerwehr entwickelt. Eine Software soll Rettern ermöglichen den Ernstfall zu proben, um in einem tatsächlichen Einsatz schneller die richtigen Entscheidungen treffen zu können.

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Bei dem Einsatz einer Drehleiter kann die richtige Parkposition über Menschenleben entscheiden, eine Einsatzkraft darf in solch einem Szenario also nicht viel falsch machen und sollte den Fall idealerweise bereits geübt haben. Das Problem: Nicht alle Feuerwehren besitzen ein Einsatzfahrzeug mit Drehleiter und müssen oft lange Anfahrtszeiten auf sich nehmen, um eine solche Übung durchführen zu können. Das Fachgebiet der Technischen Informatik der Universität Kassel hat eine mögliche Lösung für dieses und andere Probleme der Einsatzübung entwickelt und auf der diesjährigen FLORIAN vorgestellt.

Real schwer zu übende Situationen dargestellt

Mit VR-Brille und Controler in der Hand, wird man auf dem Messestand der Universität Kassel in eine Einsatzsituation transportiert. Ein Unfall mit einem ICE, auf der Autobahn oder in einem Parkhaus. Alles Situationen, die real schwer zu üben sind und auf dem Bildschirm begehbar und dreidimensional nachgestellt werden. Damit ersetzt das Programm die klassische Planübungsplatte und wird bei der Landesfeuerwehr Hessen ab November auch so eingesetzt werden. Für die Ausbildung von Nachwuchskräften kann so eine Simulation sehr wertvoll sein, aber auch Firmen oder Privatpersonen können mit dem Programm den Ernstfall üben: Ganz normale Haushaltsnotfälle können ebenso simuliert werden wie Großeinsätze.

Feuerlöscher mit Sensoren

Sogar ein auf den ersten Blick echt aussehender Feuerlöscher ist in das System implementierbar. Das Gerät ist mit Sensoren versehen und kann so wie ein Controler auf dem Bildschirm benutzt werden, um beispielsweise einen Pfannenbrand zu bekämpfen - hier lernt man auch gleich, dies auf keinen Fall mit Wasser zu tun.

Software auch im Browser oder auf dem PC verwendbar

Die Verwendung der Software ist nicht lediglich mit VR-Ausrüstung, sondern theoretisch auch in einem Browser und auf einem normalen PC möglich. Ein Punkt, der die Verfügbarkeit einer solchen Übungsmöglichkeit auch für Einsatzstellen ohne größere finanzielle Mittel erheblich steigert. Trotzdem ist das Erlebnis virtual reality eines, das beeindruckt, und wer die Chance hat an dem Messestand der Uni Kassel vorbeizuschauen, sollte sich diesen kurzen Blick in die Zukunft nicht entgehen lassen.

Bilder: retter.tv

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