MANV-Übung Baden-Württemberg auf der Florian 2011
Das Einrichten eines Behandlungsplatzes bei einer Großschadenslage hat den Vorteil, dass Opfer direkt vor Ort behandelt werden können und dadurch für die Transportstabilität gesorgt werden kann. Ein Behandlungsplatz kann auch vorsorglich im Rahmen von Sanitätswachdiensten bei Veranstaltungen aufgebaut werden.
Das Team um Marco Wagner, stellvertretender Zugführer des DRK Pforzheim-Enz, zeigte auf dem Freigelände der Messe Florian 2011 auf professionelle Art und Weise, wie ein solcher Behandlungsplatz zügig eingerichtet wird. Da das DRK Pforzheim-Enz über aufblasbare Zelte verfügt, stehen die meisten der 5 Zelte bereits in einer knappen Minute. Die aufblasbaren Zelte haben den Vorteil, dass sie schnell aufgestellt werden können und man zudem kein Gestänge mitführen muss.
Stehen die Zelte, werden sie mit Pilonen gekennzeichnet, damit später auch jeder Patient in das richtige Zelt gebracht werden kann. Das Prinzip eines Behandlungsplatzes funktioniert nämlich folgenderweise:
Im ersten Zelt, dem sogenannten Eingangszelt werden die Opfer von den Helferinnen und Helfern aufgenommen und vom Rettungspersonal gesichtet (=Triage). Je nach Schwere der Verletzungen werden die Opfer dann auf die verschiedenen Zelte aufgeteilt. Dabei kommen schwerstverletzte Personen, bei denen es Hoffnung auf Rettung gibt, in das erste Zelt (=T1), mittel-schwer Verletzte in das 2. Zelt (=T2), leichter Verletzte in das 3. Zelt (=T3) und Opfer, die so schwer verletzt sind, dass es keine Hoffnung auf Rettung mehr gibt, in das 4. Zelt (=T4). Diese Tatsache stellt einen wesentlichen Untscherschied zwischen der Katastrophenschutz - und der Rettungsmedizin dar. Das 4. Zelt wurde aber von den Helferinnen und Helfern bei der Übung in Karlsruhe nicht aufgebaut. Die Zelte sind ausgestattet mit Trageböcken, auf denen die Patienten abgelegt werden können.Vor jedem Tragebock im Zelt stehen die Notfallrucksäcke.
Das letzte Zelt ist das sogenannte Ausgangszelt. Hier werden die Patienten vor dem
Abtransport und der Verteilung auf die umliegenden Krankenhäuser nochmals von einem Arzt gesichtet und von Helfern registriert. Die Registrierung der Patienten ist sehr wichtig, um später zu wissen, in welches Krankenhaus welcher Patient gebracht worden ist um den Angehörigen Auskunft geben zu können.
In nicht einmal 20 Minuten waren so durch die koordienierte Zusammenarbeit des Team DRK Pforzheim-Enz die Zelte für einen Behandlungsplatz 25 aufgebaut und komplett ausgestattet worden. Mehr dazu gibt´s im Video.
































