Luftraum für Rettungshelikopter gesperrt: Verantwortliche melden sich zu Wort

Südtirol | am 20.03.2017 - 09:48 Uhr | Aufrufe: 2509

Am vergangenen Dienstag war im Pustertal in Südtirol ein Mann bei Waldarbeiten schwer verletzt worden und musste mit dem Helikopter in ein Krankenhaus gebracht werden (retter.tv berichtete). Dieser konnte, angeblich weil der Luftraum wegen einer Skimeisterschaft gesperrt war, aber nicht direkt am Unfallort landen. Dies führte zu großer Empörung.

Wie die neue Südtiroler Tageszeitung in ihrer Online-Ausgabe berichtet, hatten letzte Woche Montag die Skimeisterschaften der Gebirgstruppen bei Toblach begonnen. Als es zu dem tragischen Unfall mit einem Schwerverletzten in der Nähe von Toblach kam, wurde ein Rettungshubschrauber angefordert, der allerdings nicht am Unfallort, sondern in Welsberg landete. Bis zu diesem Ort wurde der Verletzte mit einem Rettungswagen transportiert. Warum aber der Hubschrauber nicht näher landete, wurde jetzt zum Streitpunkt. Zunächst wurde argumentiert, dass der Luftraum wegen der militärischen Skimeisterschaften gesperrt war, und der Helikopter deshalb nicht im Unfallgebiet landen durfte. In den Medien und der Bevölkerung machte sich Entrüstung breit.

Anschuldigungen werden dementiert

Am nächsten Tag wurde dies allerdings vom Primar des Landesnotfalldienstes dementiert: Der Weg über Welsberg wäre sinnvoller gewesen und man hätte durch ihn keine Zeit verloren. Die Sperrung des Luftraumes gelte nur für private Flüge, wie die neue Südtiroler Tagestzeitung weiter berichtet, Rettungseinsätze seien davon selbstverständlich ausgeschlossen. Auch der Pressesprecher der militärischen Skimeisterschaft meldete sich zu Wort: Rettungsflüge wären jederzeit möglich, müssten nur angemeldet werden, da auch auf dem Wettbewerbsgelände Militärhubschrauber eingesetzt werden. Eine Anmeldung eines Rettungsfluges wäre deshalb aus Gründen der Sicherheit von Nöten. Dem Bericht der neuen Südtiroler Tageszeitung nach zu urteilen, gab es zumindest von militärischer Seite aus keine Einschränkungen, die den Rettungseinsatz behinderte hätten.

Bild: retter.tv Symbolbild

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