„Wenn ich groß bin, werde ich Feuerwehrmann“

Günzburg | am 22.06.2009 - 09:12 Uhr | Aufrufe: 233

Die Autofarbe „rot“ beherrschte am Samstag Gelände und Parkplatz im Leogoland. Was zunächst an ein Katastrophenszenario erinnerte, war der Aufzug zahlreicher Einsatzfahrzeuge der Feuerwehren aus den Landkreisen Günzburg und Neu-Ulm beim dritten Feuerwehr-Familientag, veranstaltet vom Landesfeuerwehrverband Bayern, dem Jugendfeuerwehrverband Bayern und Legoland.

Legoland

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Um den Besuchern die Arbeit der Feuerwehren mit den modernen Lösch- und Rettungsfahrzeugen näher zu bringen, aber auch, um die vor Jahrzehnten „hochmodernen“ Vehikel zu zeigen, waren rund 30 verschiedene Ausstellungsstücke aufgefahren worden.

Zu den absoluten „Oldies“ zählten ein Tragkraftspritzenanhänger, Baujahr 1944, mit Eisenräder der Feuerwehr Reisensburg, die 18-Meter-Drehleiter der Feuerwehr Jettingen von 1959, eine Drehleiter mit 22 Metern Auslegemöglichkeit, Baujahr 1943, der Feuerwehr Neu-Ulm, ein Löschfahrzeug, Baujahr 1943, der Feuerwehr Altenstadt sowie zahlreiche Veteranen der 50er und 60er Jahre.

Eine Besonderheit präsentierte die Feuerwehr Hagenried, die ein Flugplatz-Löschfahrzeug mit 3800 Litern Wasser an Bord, Baujahr 1961, im Besitz hat und auch jetzt noch einsetzt. Das Fahrzeug war bis 1997 auf dem Hubschrauber-Flugplatz der Bundeswehr in Freising im Einsatz.

Dass die Technik bei den Brand- und Katastrophenschutzfahrzeugen ständig den heutigen Erfordernissen angepasst wird, bewiesen die Fahrzeuge der Feuerwehren Leipheim (Gerätewagen-Logistic), der erst am gestrigen Sonntag offiziell eingeweiht wurde, ein Tragkraftspritzenfahrzeug mit 800 Litern Wasserreserve aus Riedhausen sowie die neusten Löschfahrzeuge und eine auf 30 Meter ausfahrbare Drehleiter der Feuerwehrausstatter Iveco Magirus und Ziegler.

Mit der Drehleiter in luftigen Höhen

Ein besonderes Erlebnis für Groß und Klein war die Möglichkeit, mittels der Drehleiter in 30 Meter Höhe zu entschweben und damit einen unvergesslichen Blick auf das gesamte Parkgelände mit seinen zahlreichen Attraktionen zu genießen. „Wenn ich groß bin, werde ich auch Feuerwehrmann“, sagte so mancher Knirps, enterte eines der Fahrzeuge und nahm hinter dem Steuer Platz.

Etwas „ernster“ ging es im eigentlichen Parkbereich zu. Am Eingang vermittelte der Brandschutzerzieher für den Landkreis Günzburg, Fritz Ortner, eine Einführung und viele Tipps, nicht nur für die Kinder, in den vorbeugenden Brandschutz. Außerdem gab es auch im Parkgelände zahlreiche weitere Einsatzfahrzeuge zu sehen.

Heiß her ging es in der Lego-Arena. In einem Brandübungscontainer, der auch bei der Ausbildung der Feuerwehren zum Einsatz kommt, demonstrierten Fachleute, wie schnell sich ein Wohnungsbrand ausbreiten kann und welche Auswirkungen es hat, wenn das Feuer durch das Öffnen von Fenstern oder Türen mit Sauerstoff „gesättigt“ wird. Im Einsatz war dabei auch eine Wärmebildkamera, die zunächst noch versteckte oder kleinere Brände anzeigt.

Insgesamt besuchten mehr als 10 000 Personen, darunter etwa 1500 Feuerwehrangehörige mit ihren Familien von Flensburg bis Berchtesgaden und dem benachbarten Ausland, den Feuerwehrtag.

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