152 Menschen proben den Ernstfall im Wald

Ichenhausen | am 09.10.2010 - 14:00 Uhr | Aufrufe: 347

Eine Schulklasse hat im Rohrer Wald bei Ichenhausen alle Hinweise missachtet. Trotz Warnungen vor Baumfällarbeiten waren die Schüler im Wald unterwegs. Einige von ihnen wurden jetzt durch einen umgestürzten Baum schwer verletzt. Sie sind eingeklemmt. Ein klarer Fall für die Spezialisten, auch wenn es dieses Mal Gott sei Dank nur eine Alarmübung war. Bei den Rettungskräften vom Roten Kreuz und von der Feuerwehr ging diese Meldung am Wochenende ein.

Südlich der Verbindungsstraße zwischen Ichenhausen und Unterrohr übten sie, was in so einem Fall zu tun ist. Dabei wurde die gestellte Situation noch kniffliger, weil vier Kinder plötzlich als vermisst galten. Sie mussten im Wald gesucht werden, weil sie den Unfallort verlassen hätten, so die Aufgabe. Selbst das Eintreffen von Angehörigen der Kinder am Einsatzort wurde im späteren Verlauf der Übung simuliert.

Der Übungseinsatz war so ausgelegt, dass sowohl Rettungsdienst und Feuerwehr als auch die Schnelleinsatzgruppen des Katastrophenschutzes und die Fachgruppen des Kriseninterventionsdienstes und der Rettungshundestaffel zur Abarbeitung des Einsatzgeschehnisses erforderlich waren. Unterstützt wurde die Übung von zwei Mitarbeitern der Bayerischen Staatsforsten.

Wie der Organisatorische Leiter des Bayerischen Roten Kreuzes, Berchtold vom Kreisverband Günzburg als Hauptorganisator über die Übung berichtet, sei die größte Herausforderung für die Einsatzkräfte, dass das Szenario sich mehr als drei Kilometer von der nächsten befestigten Straße befand. Mitten im Waldgebiet konnten die Wege nicht von allen Einsatzfahrzeugen uneingeschränkt genutzt werden. Zudem war die Einsatzstelle zunächst nur durch die Einweisung eines Forstarbeiters zu erreichen. Entsprechend lag das Hauptaugenmerk, gerade durch die geografischen Schwierigkeiten, auf der Fachdienst übergreifenden Kommunikation und Koordination der Fahrzeuge und der Einsatzkräfte, so Berchtold.

Alle Mimen, die Verletzte spielten, konnten adäquat versorgt und zeitnah abtransportiert werden. Die geladenen Gäste der Übung waren vom Ablauf der Rettung und Versorgung der Mimen begeistert. Speziell durch die Arbeit der Beobachter des Rettungsdienstes und der Feuerwehr, die die Leistung der einzelnen Fachdienste beurteilten, sollen nun Schlüsse gezogen werden, um in einer ähnlichen und reellen Situation noch besser vorgehen zu können - so das Fazit der fachdienstverantwortlichen Führungskräfte vor Ort.

Die gestellte Situation wurde in weniger als drei Stunden ab dem Notruf vollständig abgearbeitet, was aufgrund der Gegebenheiten vor Ort von Experten als hervorragend eingestuft wurde. Die ersten Mimen wurden dabei bereits 20 Minuten nach dem Notruf durch die ersteintreffenden Einsatzkräfte versorgt.

Wie Frank Kurtenbach, Fachbereichsleiter Öffentliche Sicherheit und Ordnung im Landratsamt Günzburg und Gast der Übung, feststellte, könne das Ergebnis des Übungseinsatzes mit der gezeigten Leistung der Einsatzkräfte als außerordentlich gewinnbringend eingestuft werden. Insgesamt waren an diesem Übungsgeschehen 152 Personen beteiligt.

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