2 Tonnen Palmöl ausgelaufen

(MR) Heftige Behinderungen im Berufsverkehr löste am Nachmittag des Donnerstags ein Unfall an der Waldhornkreuzung aus. Eine Firma lieferte der Fabrik Fäser Malz mit einem Silozug flüssiges Palmöl. Die Firma Fäser nutzt dieses Öl als Brennstoff für Blockheizkraftwerke, die zur Strom- und Wärmeerzeugung eingesetzt werden. Um das Öl nutzen zu können, muss es ständig auf cirka 50°C gehalten werden.

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Beim Abtanken an der Heidenheimer Straße löste sich jedoch ein Schlauch vom Hänger des LKWs und rund zwei Tonnen noch flüssiges Palmöl ergoss sich auf die Fahrbahn, bevor der LKW Fahrer reagieren konnte.

Bei den niedrigen Temperaturen härtete das Palmöl schnell aus und bildete eine Fettschicht auf der Fahrbahn. Noch bevor die Polizei den Verkehr stoppen konnte, fuhren viele Autofahrer durch das Öl und verschleppten es auf der Heidenheimer Straße in Richtung Agip-Tankstelle und auf der Beethovenstraße in Richtung Walter-Schmid-Halle.

Um 14:41 Uhr wurde die Feuerwehr Giengen zum zweiten Einsatz an diesem Tag, innerhalb von nur 5 Stunden, alarmiert. Morgens, gegen halb 10, hatte bereits die Brandmeldeanlage des Altenheims Johanneshaus an der Margarete-Steiff-Straße ausgelöst – glücklicherweise ein Fehlalarm.

Die ersten Kräfte die am Waldhorn eintrafen, fanden eine rund 5cm dicke Fettschicht auf der Fahrbahn vor. Bald darauf war klar, dass die anwesende Mannschaft nicht ausreichen würde und Einsatzleiter Rudi Katz weitere Kräfte nachalarmieren ließ.

Außerdem wurde der städtische Baubetriebshof verständigt und organisierte Eiskratzer für die Straße um die Fettschicht oberflächlich abtragen zu können. Zeitgleich wurde eine Spezialfirma aus Ulm an die Einsatzstelle beordert. Die mitgebrachte Kehrmaschine konnte aber in den Bereichen der starken Verschmutzung nicht eingesetzt werden und brachte somit nicht den gewünschten Einsatzerfolg.

Von verschiedenen Stellen und mit Hilfe der Polizei wurden dann Hochdruckreiniger an die Einsatzstelle gebracht, die mit Warmwasser der starken Verschmutzung zu Leibe rückten. Ein erster Erfolg war sichtbar. Dennoch musste nach fast 9-stündiger Arbeit der Einsatz abgebrochen werden, da die Hochdruckreiniger den Dauerbetrieb nicht durchhalten konnten.

So wurde die Hauptverkehrsader in Richtung Walter-Schmid-Halle vorrangig gesäubert und mit Ölbinder zusätzlich bearbeitet, damit der Verkehr am Freitag wieder rollen konnte.

Bis auf weiteres wurde die Rechtsabbiegespur gesperrt und eine Tempo 30 Zone eingerichtet, um Unfälle zu vermeiden. Das restliche Palmöl muss nun von Mitarbeitern des städtischen Baubetriebshofs oder einer Spezialfirma beseitigt werden.

Die Einsatzleitung übernahm am späten Abend der momentane Stadtbrandmeister Hans-Frieder Eberhardt. Gegen 23:30 Uhr konnten die letzten Einsatzkräfte wieder in die Feuerwache einrücken und die Fahrzeuge wieder einsatzbereit machen. Gegen Mitternacht konnte der Einsatz als erledigt gesehen und beendet werden.

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