Bei Unfall reißt Wand von Rettungswagen ab

Dinkelscherben | am 24.10.2009 - 11:44 Uhr | Aufrufe: 2097

Durch die Wucht der aufeinanderprallenden Massen wurde einem Krankenwagen am Freitagmorgen eine komplette Fahrzeugseite weggerissen. Der Zusammenstoß mit einem Viehtransporter ereignete sich im Nebel auf der Staatsstraße von Dinkelscherben kommend in Richtung Uttenhofen vor der Kreuzung Oberschöneberg/Saulach.

Der 19-jährige Fahrer des Krankenwagens erlitt dabei Schnittwunden, es entstand ein Sachschaden von insgesamt etwa 130 000 Euro. Der 61-jährige Beifahrer des Krankenwagens und der 18-jährige Fahrer des Viehtransports blieben unverletzt – ebenso die neun geladenen Jungrinder. Glücklicherweise hatte der Krankenwagen keinen Patienten an Bord. Im dichten Nebel und wegen der Dunkelheit war die Sicht nach Angaben der Polizei stark eingeschränkt gewesen. Die beiden Fahrzeuge stießen auf gerader Strecke zusammen. Welcher Fahrer seine Spur verlassen hatte, ist laut Polizei noch unklar.

Großteil der Sonderausstattung ist zerstört

Nach dem Zusammenstoß kam der Rettungswagen von der Fahrbahn ab und schleuderte die Böschung hinab. Erst nach 150 Metern kam er schwer beschädigt in einer Wiese zum Stehen. Am Fahrzeug entstand Totalschaden, es musste abgeschleppt werden. Auch ein Großteil der Sonderausstattung wurde beschädigt. Der Viehtransporter war ebenfalls nicht mehr fahrbereit. Dessen Fahrer konnte den Schlepper aber noch auf der Straße zum Stehen bringen. Der Verkehr wurde für drei Stunden über Oberschönenfeld umgeleitet. An der gesamten Aktion beteiligt waren die Freiwilligen Feuerwehren Dinkelscherben und Oberschöneberg.

Bei der Fahrt zu einem Auffahrunfall in Wehringen ist zudem eine Streifenwagenbesatzung der Polizeiinspektion Bobingen selbst verunglückt. Laut Polizeireport fuhr der Streifenwagen am Mittwoch gegen 17 Uhr durch Wehringen zu einem Unfall in der südlichen Hauptstraße.

Dort hatte ein Autofahrer nach links in die Brückenstraße abbiegen wollen, musste jedoch wegen Gegenverkehr anhalten. Ein nachfolgender Pkw-Lenker aus dem Allgäuer Raum bemerkte dies zu spät und fuhr hinten auf. Im abbiegenden Wagen wurden beide Insassen leicht verletzt.

Mit Blaulicht und Martinshorn

Der aus Bobingen herbeieilende Streifenwagen fuhr mit Blaulicht und Martinshorn kurze Zeit später in die nördliche Hauptstraße ein. Kurz nach dem Rathaus wollte er das Auto einer 56-jährigen Frau überholen, berichtet Inspektionsleiter Maximilian Wellner. Da habe diese ihren Pkw nach links gezogen, um in ein Geschäftsgrundstück einzubiegen. Wellner: „Die Beamten hatten trotz Vollbremsung keine Chance. Es kam zum Zusammenstoß. Aber beide Fahrzeuge waren da nicht schnell unterwegs.“ Somit wurde keiner verletzt. Am Polizeiwagen wurde die gesamte rechte Seite, am Mercedes der Frau der Bereich vorne links beschädigt. Da die Fahrerin unbeschadet war, eilten die Polizisten dann übrigens zu Fuß weiter zum ersten Unfall einige hundert Meter weiter, um die Absicherung und die Versorgung der Verletzten sicherzustellen. Ihr Unfall wurde wenig später von Kollegen der Inspektion Schwabmünchen aufgenommen.

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