Brand nach Karambolage auf der A96

Windach | am 13.08.2009 - 16:54 Uhr | Aufrufe: 591

Ein schwerer Unfall mit fünf zum Teil schwer Verletzten und einem Sachschaden von rund 35.000 Euro hat sich in den frühen Morgenstunden des heutigen Donnerstag auf der Autobahn A 96 bei Windach ereignet, wie die Polizei berichtet.

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Am Ende der Einfahrt Windach Richtung Lindau leistete dem Polizeibericht zufolge ein Pannen-Dienst aus Landsberg im Auftrag des ADAC einem liegengebliebenen Renault-Fahrer Hilfe. Die beiden Autos standen mit auffallender Warnbeleuchtung abseits der Fahrbahn rechts auf dem Seitenstreifen.

Ein 52-jähriger Skoda-Fahrer aus dem Landkreis Oberallgäu, unterwegs mit seiner 22-jährigen Tochter, war an der Anschlussstelle Windach in die A96 Richtung Lindau eingefahren und wollte dem vermeintlichen Hindernis nach links ausweichen. Dabei übersah er offenbar zwei schnell von hinten ankommende Autos.

Der 21-jährige Fahrer eines Volvo aus Landsberg zog sein Fahrzeug ebenfalls nach links, um einen Zusammenstoß mit dem Skoda zu verhindern, streifte aber noch dessen linken Außenspiegel. Dabei geriet er auf den Bordstein am Mittelstreifen, wodurch beide Reifen links beschädigt wurden. Er verlor die Herrschaft über sein Fahrzeug und schleuderte über beide Fahrspuren nach rechts, wo er gegen das Heck des VW-Passat vom Pannendienst stieß. Durch den versetzten Anstoß rechts am Heck wurde der Passat gegen den davor stehenden Renault geschleudert und gedreht.

Der Volvo drehte sich ebenfalls mit dem Heck nach rechts und blieb entgegen der Fahrtrichtung rechts im Graben stehen. Er fing sofort Feuer und brannte in Minuten völlig aus. Der Volvo-Fahrer und sein 20-jähriger Beifahrer konnten sich mit mittelschweren Verletzungen aus dem Fahrzeug retten.

Der Mann vom Pannendienst war außerhalb seines Autos, er wurde von einem der schleudernden Fahrzeuge erfasst und schwer verletzt. Mit zahlreichen Platzwunden und Prellungen wurde er ins Klinikum Landsberg eingeliefert. Auch die Insassen des Volvo werden in Landsberg stationär behandelt. Glück hatte der Fahrer eines Audi aus dem Landkreis Augsburg, der auch hinter dem Skoda fuhr. Er bemerkte, dass dieser nach links steuert und wegen des ankommenden Volvo stark abbremst. Er nutzte die Lücke rechts neben den beiden und fuhr zwischen ihnen und dem Pannenhelfer durch.

Die Insassen des liegengebliebenen Renault befanden sich auch neben ihrem Fahrzeug. Die 42-jährige Beifahrerin erlitt Prellungen und einen Schock, ihr 9-jähriger Sohn eine Prellung am linken Arm, eventuell eine Fraktur. Auch sie wurden ins Krankenhaus Landsberg am Lech gebracht. Neben den fünf Verletzten entstand ein Gesamtschaden von rund 35000 Euro, ca. 20 000 Euro allein schon am Fahrzeug des Pannendienstes.

Neben fünf Rettungs- und Notarztwagen waren Feuerwehren aus Greifenberg, Schondorf, Inning am Ammersee, Eching und St. Ottilien im Einsatz, die den Brand löschten, die Unfallstelle ausleuchteten und für 2 Stunden eine Umleitung für die gesperrte Autobahn einrichteten.

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