DRF Luftrettung Leonberg - Doppeltes Jubiläum bei „Christoph 41“

Leonberg | am 30.05.2011 - 12:00 Uhr | Aufrufe: 367

Die Leonberger Station der DRF Luftrettung hat im Juni gleich doppelten Anlass zum Feiern: Die Rettungsassistenten Klaus Peter Micheel und Georg Seyfried feiern ihr 25-jähriges Dienstjubiläum.

DRF Luftrettung bei der Messe RETTmobil in FuldaAls Männer der ersten Stunde waren sie an der Entwicklung der Luftrettungsstation in Leonberg maßgeblich beteiligt. Seit dem 1. Juni 1986 ist der rot-weiße Hubschrauber nach wechselnden Stationen fest am Leonberger Kreiskrankenhaus stationiert. Als erster Rettungshubschrauber der DRF Luftrettung stellt „Christoph 41“ seit 1973 die Luftrettung im Großraum Stuttgart sicher. Am vergangenen Wochenende leistete der rot-weiße Hubschrauber seinen 35.000. Einsatz seit Bestehen. Die Leitstelle Reutlingen alarmierte die Besatzung zu einem Kletterunfall im Abenteuerpark Schloss Lichtenstein. Nach der medizinischen Versorgung vor Ort wurde der 30-jährige Patient in das Krankenhaus Reutlingen transportiert.

Seit 25 Jahren arbeiten die erfahrenen Rettungsassistenten des Deutschen Roten Kreuzes an Bord des Leonberger Hubschraubers und sind nach wie vor mit Begeisterung bei der Sache: „Auch nach unserer langen Zeit an Bord von ‘Christoph 41’ wissen wir nie, was uns am Einsatzort erwartet. An unserer Arbeit als Luftretter fasziniert uns, dass wir Menschen in Not schnelle Hilfe bringen können. Einen Menschen gerettet oder sogar vor dem Tod bewahrt zu haben, ist eine enorme Bereicherung. Möglich ist dies nur durch die gute Zusammenarbeit mit unseren Piloten und Notärzten“, erzählen Klaus Peter Micheel und Georg Seyfried.

Ungewöhnlicher Einsatz bleibt in besonderer Erinnerung

Sieben Mal im Monat absolvieren die beiden Rettungsassistenten des DRK-Kreisverbandes Böblingen ihren Dienst an Bord von „Christoph 41“. Zu über 7.000 oftmals lebensrettenden Einsätzen seit Beginn seiner Tätigkeit ist jeder von ihnen für die DRF Luftrettung bereits gestartet. Ein ungewöhnlicher Einsatz ist dabei in besonderer Erinnerung geblieben: Im letzten Jahr hatte es ein kleiner Mensch besonders eilig, auf die Welt zu kommen. Als bei der schwangeren Frau bereits die Wehen einsetzten, war es für einen Transport in eine Klinik zu spät, so dass die Leitstelle den Leonberger Hubschrauber der DRF Luftrettung als schnellen Notarztzubringer alarmierte. Der Pilot konnte den Hubschrauber nur wenige Minuten nach der Alarmierung am Einsatzort landen. Auch eine Hebamme aus der Umgebung war inzwischen eingetroffen. Nur kurze Zeit später kam das Kind gesund und munter auf die Welt. Nach der Erstversorgung durch den Notarzt der DRF Luftrettung und Rettungsassistenten Georg Seyfried wurden Mutter und Kind für weitere Untersuchungen in ein Krankenhaus gebracht. „Besonders gefreut haben wir uns über ein Bild des kleinen Moritz, das uns die Mutter kurz nach der Geburt an die Station geschickt hatte“, erinnert sich Georg Seyfried.

Hintergrundinformationen zur Station Leonberg

Der Leonberger Hubschrauber der DRF Luftrettung mit dem Funkrufnamen „Christoph 41“ wird bei Notfällen als schneller Notarztzubringer alarmiert. Darüber hinaus wird er für den schonenden Transport von Patienten zwischen Kliniken eingesetzt. Hierzu ist er von 7.00 Uhr morgens bis Sonnenuntergang täglich einsatzbereit. Er ist mit erfahrenen Piloten der DRF Luftrettung, Notärzten des Krankenhauses Leonberg und den umliegenden Krankenhäusern sowie Rettungsassistenten des DRK-Kreisverbandes Böblingen besetzt. Einsatzorte im Umkreis von 60 Kilometern kann „Christoph 41“ in maximal 15 Minuten erreichen. Sein Einsatzgebiet umfasst die Landkreise Böblingen, Stuttgart, Rems-Murr, Schwäbisch-Hall, Heilbronn, Göppingen, Ludwigsburg, Enzkreis, Calw, Tübingen, Reutlingen und Esslingen.

Quelle: DRF Luftrettung

 

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