Die Donau wird nach Bomben abgesucht

Günzburg | am 13.11.2009 - 14:23 Uhr | Aufrufe: 219

Mit einem Schlauchboot und modernstem Sondierungsgerät suchen derzeit Mitarbeiter der Deffinger Firma „Terrasond“ die Donau bei der Brücke der B 16 in Günzburg ab. Sie fahnden auf dem Grund des Flusses nach möglichen Bomben, Munition und anderen Kampfmitteln aus dem Zweiten Weltkrieg.

retter.tv FotosDiese „Vorabmaßnahmen“ dienen dem Neubau der Donaubrücke im Zuge der B 16, mit dem im nächsten Jahr „zeitnah“ begonnen wird, wie Jürgen Gleixner, Sachgebietsleiter Brückenbau beim Staatlichen Bauamt Krumbach, auf Nachfrage erklärte. Wie mehrfach berichtet, ist die derzeitige Brücke in einem denkbar schlechten Zustand und muss deshalb durch einen Neubau ersetzt werden.

Die Mitarbeiter von „Terrasond“ suchen, ausgerüstet mit modernstem Gerät, vom Schlauchboot aus rund um die Brücke den Boden der Donau nach auffälligen Metallteilen ab. Bislang wurde zwar einiges an Schrott entdeckt, Kampfmittel aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges wurden bislang aber noch nicht gefunden, so Gleixner. Der Feuerwerker, der die Suchaktionen begleitet, ist deshalb noch nicht zum Einsatz gekommen.

Beim Abbruch der Tierzuchthalle hinter dem Bahnhof war vor einigen Jahren eine große Fliegerbombe gefunden worden. Bei der Bombardierung des Bahnhofs gegen Kriegsende war unter anderem auch ein mit Munition und anderen Kampfmitteln beladener Zug explodiert.

Luftbilder aus jener Zeit, aber auch Augenzeugen dokumentierten, dass die Kampfmittel in einem Umkreis von etwa 600 Metern um den Bahnhof durch die Luft flogen. „In diesem Radius befindet sich auch die Donaubrücke der B 16“, erklärte Jürgen Gleixner. Und deshalb wird das Gelände unter Wasser mit dem modernen Suchgerät nach möglicherweise im Schlamm verborgener Munition abgesucht.

Am heutigen Freitagvormittag sind die Mitarbeiter der Firma „Terrasond“ erneut im Einsatz, notfalls auch am Nachmittag - wenn etwas gefunden werden sollte. Dann steigen Taucher der von „Terrasond“ beauftragten Spezialfirma „AUP Unterwassertechnik“ aus Pfaffenhofen/Ilm in die etwa 40 Meter tiefen Fluten, um mit weiteren Sonden genaueren Aufschluss über die möglichen Kampfmittel zu bekommen. „Wenn nötig, wird auch noch am Samstag gesucht“, sagte Jürgen Gleixner.

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