Ehrenamtliche Hilfe bei Suche nach Entführungsopfer

Baden-Württemberg | am 20.05.2010 - 17:16 Uhr | Aufrufe: 127

Der tragische Entführungsfall im baden-württembergischen Heidenheim forderte auch die ehrenamtliche Rettungshundestaffel des Roten Kreuzes in der Stadt Augsburg. Die BRK-Rettungshundestaffel Augsburg wurde am vergangenen Wochenende zum Sucheinsatz in das baden-württembergische Neresheim alarmiert.

Der tragische Entführungsfall im baden-württembergischen Heidenheim forderte auch die ehrenamtliche Rettungshundestaffel des Roten Kreuzes in der Stadt Augsburg. Die BRK-Rettungshundestaffel Augsburg wurde am vergangenen Wochenende zum Sucheinsatz in das baden-württembergische Neresheim alarmiert. Dort suchte die Polizei nach der letzte Woche entführten Ehefrau des Vorstands der Heidenheimer Kreissparkasse.

Die Suche konzentrierte sich auf ein Waldstück zwischen dem Wohnhaus der Entführten und der Ablagestelle des Lösegeldes. Gemeinsam mit über 100 Rettungshunden aus ganz Süddeutschland durchkämmten fünf Rettungshunde der Augsburger Staffel mit insgesamt zwölf eingesetzten Einsatzkräften an zwei Tagen einen Wald in Ostschwaben, wo die Polizei das Entführungsopfer vermutet hatte. Jeder Hund bekam ein Teilstück zum Schnüffeln zugeteilt.

„So eine Suche ist Hochleistungssport für den Hund", erklärt Helmut Manhardt, Leiter der Augsburger BRK-Rettungshundestaffel.

Suchhunde sind auf den menschlichen Geruch „geeicht", aber Jogger und Spaziergänger interessieren die geschulten Vierbeiner nicht. Erst wenn sie auf einen Menschen stoßen, der am Boden liegt oder kniet, wird dieser angebellt und bewacht, bis der Hundeführer kommt.

Bis ein Hund zur Vermisstensuche eingesetzt werden kann, muss er gemeinsam mit Herrchen oder Frauchen regelmäßig eine ganze Reihe von Prüfungen durchlaufen.

Auf bis zu 10 Einsätze kommt das Team, welches aktuell 21 Vierbeiner und 25 ehrenamtliche Mitglieder umfasst, im Monat.

Rund um die Uhr stehen die ehrenamtlichen Helfer für Anforderungen im Großraum Augsburg und im Bedarfsfall auch weit über Augsburg hinaus zur Verfügung. Rein ehrenamtlich und ohne Kosten für Gerettete oder Vermisste.

Meist werden die Hundeführer von der Polizei angefordert, wenn sich ein Demenzkranker verlaufen hat, ein Kind abgängig ist oder ein Suizid-Gefährdeter vermisst wird – oft auch in der Nacht. Großeinsätze wie in Heidenheim sind eher die Ausnahme.

Rettungshundeführer brauchen viel Zeit für ihr Ehrenamt. „Acht Stunden Training in der Woche sind das Mindeste." Helmut Manhardt ist mit Herzblut dabei. „Soziales Engagement ist mir wichtig. Und ein gut ausgebildeter Hund an der Seite, das entschädigt für vieles."

 

 

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