Ein Vorbild für alle

Harburg-Ebermergen | am 18.06.2010 - 10:00 Uhr | Aufrufe: 104

Die Freiwillige Feuerwehr Ebermergen hat vier Tage lang ihr 125-jähriges Gründungsjubiläum gefeiert. Nach einem gelungenen Auftakt am Freitag und einem grandiosen Auftritt der Band Cagey Strings, die am Samstagabend mit ihren Rock- und Popklassikern die Zuhörer im fast voll besetzten Zelt von den Sitzen riss, war der Sonntag der Höhepunkt des Festes.

Ein Vorbild für alle

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Abordnungen aus 60 Wehren feierten mit den Gastgebern. Und über 70 Gruppen mit acht Kapellen marschierten am Sonntagnachmittag in einem imposanten Festzug unter großem Applaus der vielen Zuschauer durch Harburgs größten Stadtteil. Festwagen und Gruppen mit alten und sogar historischen Uniformen oder Gerätschaften vermittelten interessante Rückblicke in die Feuerwehrgeschichte. Begeistert beklatscht wurde der Einzug der vielen Fahnen in das Festzelt.

Bereit, Opfer zu bringen

Begonnen hatte der Sonntag mit einem festlichen Gottesdienst im Festzelt und anschließendem Festakt. Pfarrer Wolfgang Gronauer sagte in seiner Predigt: „Wie der gute Hirte im Gleichnis seid ihr bereit, Opfer zu bringen, um Schaden abzuwenden. Dafür sind wir euch sehr dankbar. Es ist ein unschätzbarer Dienst, den ihr da tut …“

Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst von Posaunenchor, Kirchenchor und Männergesangverein.

In seinem Willkommensgruß an Schirmherr MdL Georg Schmid, Ehrengäste, alle Vereine und Besucher blickte Kommandant Alexander Beck etwas zurück in die Vereinsgeschichte. Er merkte auch kritisch an, dass die gesetzlichen Rahmenbedingungen immer strikter würden und es deshalb umso höher einzuschätzen sei, wenn sich weiterhin junge Leute im ehrenamtlichen aktiven Feuerwehrdienst engagierten. Er würdigte auch die Verbundenheit des Geburtstagskinds mit der Patenwehr Mauren und den österreichischen Freunden aus Perchtoldsdorf.

Bernd Schreitmüller, Vorsitzender der Freiwilligen Feuerwehr Mauren, stellte die freundschaftliche Beziehung zur Jubelwehr heraus und bedankte sich auch im Namen seiner Kameraden, dass Mauren Pate sein durfte.

„Die Freiwilligen Feuerwehren sind unentbehrlich für das gesell-schaftliche Leben in unseren Städten und Dörfern“, würdigte Schirmherr Georg Schmid. Die Feuerwehren seien die größte Bürgerinitiative im Land. Die Ebermergener Wehr sei „für uns alle Vorbild“. In über 8000 Arbeitsstunden sei ein Gerätehaus errichtet worden, das optimale Bedingungen für die Wehr schaffe. Schmid lobte besonders die Jugendarbeit. Damit sei die Grundlage für eine gute Zukunft gelegt.

Harburgs Bürgermeister Wolfgang Kilian lobte das große Engagement der Jubelwehr und der Dorfgemeinschaft. Er freute sich auf den Festumzug: „Es ist schön, wenn man ein so schön hergerichtetes Dorf gemeinsam mit den vielen Feuerwehren und Gruppen abge-hen darf.“

„Feuerwehren dürfen im wahrsten Sinne des Wortes nicht auf dem Schlauch stehen“, sagte Kreis-brandinspektor Rudolf Mieling. Die Aufgaben der Feuerwehr hätten sich mit zunehmender Industrialisierung und Technisierung gewandelt. „Die Vielfalt der Gefahrenpotenziale ist eine ständige Herausforderung und macht es notwendig, sich immer wieder auf neue Gefahrensituationen einzustellen.“ Viele Male habe die Feuerwehr Ebermergen seit ihrem Bestehen geholfen, Gefahren abgewendet, stets ehrenamtlich und oft unter Einsatz des eigenen Lebens. Dafür gebühre höchste Anerkennung, so Mieling.

Text- und Bildautor: Klaus Lembeck

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