Einbruchserie geklärt

Nürnberg | am 26.07.2010 - 12:37 Uhr | Aufrufe: 36

Im Zeitraum zwischen September 2009 und Februar 2010 hatte sich eine neunköpfige Einbrecherbande im Alter zwischen 16 und 48 Jahren auf Schulen, Kindergärten, kirchliche Einrichtungen und Firmen spezialisiert. Hierbei erstreckte sich ihr Betätigungsfeld mit Schwerpunkt Stadtgebiet Nürnberg auch auf die Landkreise Nürnberger Land, Roth, Erlangen-Höchstadt, Weißenburg-Gunzenhausen und Neumarkt. Der hierbei entstandene Gesamtschaden beläuft sich auf mehrere hunderttausend Euro.

Rückwirkend war seit Mitte November 2009 eine Häufung von Einbrüchen in eingangs genannte Objekte, zunächst verteilt auf das Stadtgebiet Nürnberg, festzustellen. Es wurden durch damals unbekannte Täter gezielt die Büros der Einrichtungen angegangen. Dort entwendete man überwiegend Bargeld, Computer Hardware, Unterhaltungselektronik und EC-Karten. Auch Tresore brachten die Täter nicht von ihrem Vorhaben ab. Entweder wurden sie an Ort und Stelle aufgebrochen oder kleinere Modelle mitgenommen und später geknackt.

Auf Grund von Hinweisen richteten sich die Ermittlungen des Fachkommissariates der Nürnberger Kripo zunächst gegen einen einschlägig vorbelasteten 26-jährigen Nürnberger. Dieser war in das Visier der Ermittler geraten, als er mit aus Büros gestohlenen EC-Karten Abhebungen an Geldausgabeautomaten an Nürnberger Banken vornahm und Einkäufe tätigte. Sowohl das anfallende Spurenaufkommen als auch der Umfang kriminaltaktischer Maßnahmen machte die Gründung einer mehrköpfigen Ermittlungskommission für mehrere Monate erforderlich.

Bei einem Einbruch in ein Möbelgeschäft Mitte Februar 2010 in Nürnberg-Langwasser konnte der 26-Jährige zusammen mit zwei Komplizen (41 und 48 Jahre) auf frischer Tat durch Spezialeinsatzkräfte der mittelfränkischen Polizei und der Polizeiinspektionen Süd und West festgenommen werden.

Bei den darauffolgenden Wohnungsdurchsuchungen stellte die Polizei umfangreiches Diebesgut und Tatwerkzeuge aus zurückliegenden Einbrüchen sicher.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Nürnberg/Fürth erfolgte die Überstellung der Tatverdächtigen an die Ermittlungsrichterin des Amtsgerichts Nürnberg, die gegen das Trio Haftbefehl wegen schweren Bandendiebstahls erließ. Zwischenzeitlich wurde der Haftbefehl gegen den 48-Jährigen gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt. Die beiden 26 und 41-Jährigen befinden sich weiterhin in Untersuchungshaft.

Im weiteren Verlauf der Ermittlungen zeigten sich die Beschuldigten geständig und benannten weitere Mittäter sowie Einwurfstellen entwendeter Tresore in die Pegnitz und in den Main-Donau-Kanal. Mit Unterstützung durch Taucher der Bayerischen Bereitschaftspolizei war es möglich am 11.05.2010 zwei aufgebrochene Tresore aus der Pegnitz zu bergen, welche aus Einbrüchen in eine Schule und eine Pfarrei in Nürnberg stammten. Im Main-Donau-Kanal fanden sich keine Tresore.

In der Folgezeit wurden weitere sechs Mittäter vernommen und weitere Wohnungen auf Grund von Beschlüssen des Amtsgerichts Nürnberg durchsucht. Auch hier fand sich Beute aus Einbrüchen. Gegen die Tatverdächtigen im Alter von 16 bis 28 Jahren wurden Ermittlungsverfahren wegen schweren Bandendiebstahls eingeleitet. Der neunköpfigen Einbrecherbande wird vorgeworfen, in unterschiedlicher Besetzung mehrere Dutzend Einbrüche begangen zu haben. Hierbei erbeuteten sie Bargeld und elektronische Gegenstände im hohen fünfstelligen Bereich und richteten einen Schaden von über hunderttausend Euro an. Der Erlös aus den Einbrüchen diente den Tatverdächtigen zum Bestreiten des Lebensunterhaltes. Teilweise konnten entwendete Gegenstände auch wieder beigebracht werden.

Mit Festnahme der drei Beschuldigten und Identifizierung der sechs Komplizen kam es im Nürnberger Stadtgebiet zu einem deutlichen Rückgang der Einbrüche in Schulen und kirchlichen Einrichtungen.

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