Eine Million Euro Schaden nach Brand: Drei Menschen leichtverletzt

Landkreis Landsberg | am 06.08.2011 - 04:00 Uhr | Aufrufe: 400

Der Tag hatte noch nicht wirklich begonnen, da wurde ein Landwirt aus Leeder im Landkreis Landsberg durch das Brüllen seiner Kühe aufgeweckt.

Eine Lagerhalle brannte im Fuchstal ab

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Das Brüllen der Kühe hatte den 58 Jahre alten Landwirt in Leeder gegen vier Uhr am Samstagmorgen aufgeweckt: Seine landwirtschaftliche Futter- und Maschinenhalle stand in Flammen. Die alarmierte örtliche Feuerwehr erhielt Unterstützung aus Asch, Denklinken, Epfach, Ober- und Unterdiessen, Epfach, Pflugdorf-Stadl, Landsberg und von der Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung aus Dießen. Erstmals kamen auch zwei Wehren aus dem Nachbarlandkreis Westendorf und Kaltental, was dem neuen Einsatzkonzept über die Integrierte Rettungsleitstelle zu verdanken ist.

Vier Tiere müssen notgeschlachtet werden

Dem Großaufgebot von 200 Feuerwehrleuten gelang es nicht mehr, die 15 mal 30 Meter große Halle zu retten, auch der angrenzende Stall war in Gefahr. Die Halle habe schon lichterloh gebrannt, als die ersten Einsatzkräfte aus Leeder anrückten, erzählt Kommandant Martin Guggenmos. Die Tiere konnten aus dem Stall gebracht werden, vier Milchkühe, die in der Nähe der Halle standen, mussten auf Anweisung des Amtstierarztes notgeschlachtet werden, da sie Verbrennungen erlitten hatten.

Der Landwirt zog sich laut Kreisbrandmeister Johann Hagenbusch Verbrennungen zweiten Grades an den Händen und Armen zu bei der Rettung der Tiere, auch zwei Feuerwehrmänner verletzten sich leicht, als die Tiere aus dem Stall getrieben wurden. Die Halle brannte komplett ab und in ihr hochwertige landwirtschaftliche Geräte wie Schlepper, Ladewagen, Futtermischwagen, Heutrocknung und ein Futterkran sowie das Winterfutter für 60 Stück Vieh. Der Sachschaden wird auf rund eine Million Euro geschätzt, die Kriminalpolizei in Fürstenfeldbruck geht von einem technischen Defekt als Brandursache aus. Da die Halle bis auf die Grundmauern niedergebrannt ist, kann sich Näheres jedoch nicht mehr bestimmen lassen, so die Polizei.

„Wir haben den Stall halten können“, berichtet der Kreisbrandmeister, der selbst Feuerwehrmann in Leeder ist. Drei Stunden später habe schon wieder gemolken werden können, die Tiere seien jetzt auf der Weide. Beschäftigt waren die Feuerwehrleute aus Leeder bis in den Samstagnachmittag hinein. Die Heu-Rundballen und Hochdruckquader wurden im Hallenbereich belassen, wie Hagenbusch berichtet, es gebe hier eine Vertiefung von drei Metern. Mittels sogenannter Löschlanzen sei Wasser in den Kern der Ballen geleitet worden, um versteckte Glutnester abzulöschen.

Kommandant spricht von guter Zusammenarbeit

Vom Roten Kreuz waren zwei Rettungswagen und ein Notarztwagen im Einsatz sowie eine Versorgungsgruppe. Zuvor hatten schon Nachbarn Kaffee und Verpflegung gebracht. Der betroffene Landwirt sei selbst bei der Feuerwehr, erzählt Guggenmos, befreundete Feuerwehrleute im Einsatz hätten auch das Vieh gekannt und mit den Tieren umgehen können. „Meiner Meinung nach ist der Einsatz sehr gut gelaufen, die Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz und mit der Nachbarschaft war sehr gut.“ Auch der erstmalige Einsatz der Wehren aus dem Ostallgäu habe hervorragend geklappt, so Guggenmos.

Quelle: AZ Stephanie Millonig / Bild: Julian Leitenstorfer

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