Faustdicke Überraschung: Nicht jeder Feuerwehr-Einsatz ist kostenfrei

Bergen-Enkheim | am 05.08.2016 - 09:11 Uhr | Aufrufe: 2008

Wer die Feuerwehr ruft, kann sich darauf verlassen, Hilfe zu bekommen. Doch dabei ist nicht jeder Feuerwehreinsatz kostenfrei - auch wenn das scheinbar noch nicht alle Teile der Bevölkerung erreicht hat. 

Wie die Frankfurter Rundschau berichtet, werden in Hessen bald die Gebührensätze für Feuerwehreinsätze erhöht. Dann steigen nicht nur die Beträge für einen absichtlichen Fehlalarm von bisher rund 500 Euro bis teilweise über 1000 Euro. Auch die Gebühren für Hilfeleistungseinsätze, die nicht Leib und Leben bedrohen, so heißt es weiter, werden erhöht. Dabei sorgten die aktuellen Sätze zuletzt schon für Aufregung, etwa in der Gemeinde Bergen-Enkheim, wo Unwetter vielerorts für vollgelaufene Keller oder Wohnungen sorgten. Wer dann die Hilfe der Feuerwehr in Anspruch nahm, um das Wasser abzupumpen, so die Zeitung weiter, bekommt nun eine Rechnung in Höhe von rund 400 Euro.

Feuerwehreinsätze nicht grundsätzlich kostenfrei

Offenbar für viele Menschen eine Überraschung, dabei sollte allen klar sein, dass die Feuerwehr auch Kosten hat, die gedeckt werden müssen. Liegt kein wirklicher Notfall vor, dann werden die Betroffenen zur Kasse gebeten, auch wenn es für sie aus persönlicher Sicht natürlich ein Notfall ist, wenn die Couch im Nassen steht. Aber lebensgefährlich ist das eben nicht. Mit 400 Euro, so die Frankfurter Rundschau, seien die Kosten dabei sogar noch sehr niedrig angesetzt, weshalb sie nun auch angehoben würden. Natürlich bleiben Einsätze zur Rettung von Menschenleben oder Löscheinsätze auch weiterhin kostenfrei.

Bild: retter.tv Symbolbild

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