Feuerwehr rettet Eltern und ihren elf Tage alten Säugling bei Balkonbrand

Freilassing | am 10.08.2011 - 03:22 Uhr | Aufrufe: 1256

Bei einem Balkonbrand mit massiver Rauchentwicklung in der dahinterliegenden Wohnung rettete die Feuerwehr Freilassing in der Nacht zum Mittwoch drei Menschen, darunter einen erst wenige Tage alten Säugling.

Feuerwehr Freilassing Balkonbrand

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Das Rote Kreuz brachte die junge Familie zur weiteren Untersuchung ins Salzburger Landeskrankenhaus. Mit der Meldung einer unklaren Rauchentwicklung im Freilassinger Stadtteil Hofham wurden die Feuerwehr und das Rote Kreuz um 3.22 Uhr von der Integrierten Leitstelle Traunstein alarmiert. Die Einsatzkräfte fanden nach kurzer Suche einen brennenden Balkon im ersten Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses vor; die dahinterliegende Wohnung war unbeleuchtet.

Auf mehrmaliges Läuten reagierte niemand, worauf sich der Einsatzleiter entschied, die Tür öffnen zu lassen. Besonders der Gesichtspunkt, dass ein Kinderwagen vor der Wohnungstür stand, ließ die Retter vermuten, dass sich Personen in der Wohnung befinden könnten. Die Besatzung eines Löschfahrzeugs öffnete umgehend die Wohnungstür und fand eine bereits stark verrauchte Wohnung vor. Durch geborstene Scheiben an der Balkontür, die von unten zunächst nicht erkennbar waren, war der Rauch in die Wohnräume eingedrungen.

Junge Familie im Schlaf überrascht

Bei der Absuche der Wohnung fanden die Atemschutzgeräteträger eine junge Familie schlafend im Schlafzimmer vor. Die 19-jähriger Mutter und ihr gleichaltriger Freund wurden zusammen mit ihrem erst elf Tage alten Mädchen von Feuerwehrkräften betreut und anschließend aus der Wohnung gerettet; alle drei hatten nach erster Einschätzung leichte Rauchgasvergiftungen erlitten.

Der Rettungsdienst des Roten Kreuzes war mit zwei Rettungswagen und dem Freilassinger Notarzt vor Ort und versorgte die Geretteten, die danach zur weiteren Untersuchung ins Salzburger Landeskrankenhaus gebracht wurden.

Wärmebildkamera leistete wieder wertvollen Dienst

Die Besatzung des Hilfeleistungslöschfahrzeugs ging im Außenangriff über eine Steckleiter gegen den Brand vor. Besonders die Wärmebildkamera leistete wieder wertvolle Dienste, um die Hitzeausbreitung auf umliegende Gebäudeteile richtig einschätzen zu können. Die Retter fanden auch eine Katze in der Wohnung und übergaben sie unbeschadet an Angehörige des jungen Paars.

Im Einsatz waren neben der Feuerwehr Freilassing mit 23 Einsatzkräften und vier Fahrzeugen das BRK mit zwei Rettungswagen, ein Notarzt sowie eine Streife der Polizei Freilassing, die die Ermittlungen zur Brandursache und Schadenshöhe aufgenommen hat.

Rauchmelder retten Leben!

In diesem Zusammenhang weißt die Feuerwehr Freilassing auf die Wichtigkeit von Rauchmeldern hin. Diese verhältnismäßig günstigen Geräte können leicht in Wohnungen montiert werden und schlagen bei Rauchausbreitung bereits frühzeitig Alarm. Durch diesen Alarm ist es für Betroffene in vielen Fällen möglich, einen Brand frühzeitig zu erkennen und sich bereits vor Eintreffen der Feuerwehr in Sicherheit zu bringen.

Im Internet finden Sie unter www.rauchmelder-lebensretter.de umfangreiche Informationen zu diesen kleinen aber lebensrettenden Geräten.

Quelle: Michael Brandl, Markus Leitner, Fotos: Feuerwehr Freilassing

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