Flughafenfeuerwehr Frankfurt am Main mit neuer Schutzbekleidung

Frankfurt am Main | am 30.08.2010 - 09:24 Uhr | Aufrufe: 6385

Die Flughafenfeuerwehr auf  Deutschlands größtem Flughafen geht in der Schutzbekleidung ihrer knapp 240Mitarbeiter/innen neue Wege. Um den immer stärker werdenden Leistungsanforderungen der 5500 Einsätze gerecht zu werden, wird die Werkfeuerwehr der Fraport AG als erste Flughafenfeuerwehr in Deutschland auf eine neue ISOTEMP®-Brandschutzbekleidung aus dem Material Pbi® Matrix von der Heinrich Vorndamme OHG umstellen.

Flughafenfeuerwehr Frankfurt am Main mit neuer Schutzbekleidung

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Pbi® Matrix ist eine patentierte Mischung aus Pbi® Gold-Oberstoff verstärkt durch eine Matrix aus hochfesten Aramid-Filamenten. Dieser Stoff steht für technologischen Fortschritt auf höchstem Niveau. Er ist extrem widerstandsfähig gegen Chemikalien aller Art. Aufgrund einer speziellen Fasermischung und Gewebebindung durch die auch sichtbare Matrix entsteht eine höhere mechanische Stabilität bei einem Fammenaufschlag. Das Material zieht sich nach einem Kontakt mit Flammen nicht zusammen, härtet nicht aus und bricht auch nicht auf, sondern behält seinen textilen Charakter. Dieser neue Oberstoff ist leicht, trocknet schnell und bietet höchsten Komfort und Zuverlässigkeit. Als reflektierendes Material um die Sichtbarkeit der Einsatzkräfte zu erhöhen, wurde das FTP1200 Advanced aus dem Hause Reflexite® gewählt. Dieses bietet neben einer hohen Flammenfestigkeit auch eine hohe Beständigkeit gegen Kerosin. Es ist 100% abriebfest und zeigt damit eine extrem hohe Lebensdauer. Es hat eine schmutzabweisende Oberfläche und bleibt daher selbst in staubigen oder rauchigen Umgebungen voll leistungsfähig. Das Reflexite® FTP 1200 Advanced entspricht der EN469 sowie auch der EN471. Die Unfallkasse Hessen hat eine Warnwestenbefreiung für diese neue Brandschutzbekleidung bereits ausgesprochen.

Umfangreiche und anspruchsvolle Tragetests mit 12 Garnituren (Jacke und Hose) durch die Werkfeuerwehr der Fraport AG im Zeitraum von einem Jahr haben bestätigt, was die Feuerwehren in den USA und Kanada schon kennen - eine neue Generation von Feuerwehrschutzbekleidung in Bezug auf einzigartige Schutzwirkung, Tragekomfort und Lebensdauer. Der Tragetest wurde unter anderem in dem hauseigenen Feuerwehr Training Center (FTC) der Fraport AG durchgeführt. Die neue Schutzbekleidung wurde zusätzlich auf dem Pyroman-Testgerät an der North Carolina State University mit einem Beflammungstest (Simulation einer Durchzündung von über 1000°C über 8 Sekunden) geprüft. „Bei 463.111 Flugbewegungen im Jahr auf unserem Flughafen benötigen wir neben gut ausgebildetem Personal und sehr guter Technik eine professionelle und zuverlässige Schutzbekleidung.“

Bildmaterial: Pressestelle der Fraport AG

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von Stefan StadlmairMann     
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