Frust löst Rücktrittswelle bei der Feuerwehr aus

Fronhausen | am 01.09.2011 - 14:24 Uhr | Aufrufe: 2197

Auf Grund unüberbrückbarer Differenzen mit dem Bürgemeister sind im hessischen Fronhausen acht leitende Feuerwehrleute zurückgetreten. Grund für den Streit waren dringend benötigte Investitionen, die allerdings gestrichen wurden.

Frust löst Rücktrittswelle bei der Feuerwehr ausWie der "hessische Rundfunk" berichtete, reichten zum 1. September acht Ehrenbeamte der Freiwilligen Feuerwehr Fronhausen bei dem Bürgermeister ihren Rücktritt ein. Außerdem wollen zwei Gerätewarte ihren Arbeitseinsatz auf ein Minimum reduzieren.

Grund für den Streit war der völlig veraltete Einsatzleitwagen. Der 27 Jahre alte VW-Bus wurde bereit 2006 vom technischen Prüfdienst bemängelt, da er beispielsweise nicht über zwei Funkgeräte verfügt. Doch nicht nur der Umstand, dass die Neuinvestition nicht zu stande kommt verärgert die Feuerwehrler. Noch schlimmer ist, dass Bürgermeister Reinhold Weber und der Gemeindevorstand sie nicht mehr über ihrer Beschlüsse informieren.

Die besorgten Bürger von Fronhausen können allerdings beruhigt sein, Brände werden weiterhin von der Feuerwehr gelöscht. Der Bürgermeister nahm die Rücktritte nämlich nicht an und bezeichnete sie als "Trotzreaktion". Nachdem die Feuerwehrler auch dies lediglich über die Zeitungen erfahren haben, wollten sie eine Aussprache herbeiführen. Allerdings verweigerte Herr Weber eine Teilnahme am "runden Tisch".

Die zurückgetretenen Feuerwehr-Leute wollen ihre Kameraden dennoch nicht im Stich lassen und gehen ihnen bei Einsätzen weiter zur Hand. Auf die Feuerwehr ist eben Verlass!

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