Größerer Wohngebäudebrand

Nürnberg, Wilhelm Marx Str. | am 06.04.2010 - 21:30 Uhr | Aufrufe: 72

Aus bislang noch ungeklärter Ursache kam es am Dienstagabend, 06.04.2010, gegen 21:30 Uhr in einem mehrgeschossigen Wohngebäude in der Wilhelm Marx Str., Stadtteil Johannis, zu einem größeren Brand. Im Verlauf des rund zwei Stunden dauernden Einsatzes wurden fünf Personen aus den Obergeschossen des Hauses gerettet, durch die Feuerwehr erstversorgt und an den Rettungsdienst übergeben.

Logo Berufsfeuerwehr NürnbergNach Einschätzung und erster Behandlung durch den Rettungsdienst kamen die Patienten mit Rauchgasvergiftungen und/oder Verbrennungen in Nürnberger Kliniken. Weitere Bewohner, die unverletzt blieben, wurden in der Zwischenzeit in einem Bus der Verkehrsbetriebe betreut.

Zum Einsatzverlauf:

Gegen 21:30 Uhr bemerkten mehrere Anwohner einen Feuerschein im zweiten Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses. Bewohner des Brandobjektes machten sich an Fenstern bemerkbar und riefen bereits um Hilfe. Die Leitstellen alarmierten durch diese Lagemeldung der Anwohner direkt zwei Löschzüge und mehrere Sonderfahrzeuge der Berufsfeuerwehr, mehrere Einheiten des Rettungsdienstes und Einsatzkräfte der Polizei.

Beim Eintreffen der ersten Einheiten schlugen bereits Flammen aus der Brandwohnung im zweiten Obergeschoss und eine starke Verrauchung war bereits aus der Entfernung wahrnehmbar und an der Einsatzstelle gut sichtbar.
Ein Mann rettete sich selbst über die Balkone zur Erdgleiche - er kletterte den Einsatzkräften entgegen; eine Dame wurde aus ihrer Wohnung mit der Drehleiter der Feuerwehr gerettet, drei weitere Betroffene waren bereits aus dem stark verqualmten Haus geflohen und wurden von den ersten Einsatzkräften der Feuerwehr und des Rettungsdienstes versorgt.

Das Feuer in der Brandwohnung konnte schnell und zielgerichtet durch den Einsatz mehrerer Trupps der Berufsfeuerwehr unter Atemschutz bekämpft werden, so dass sich bereits nach wenigen Minuten das Feuerwehr unter Kontrolle befand. Die parallel massiv eingeleitete Menschenrettung und Personensuche in den stark verrauchten Bereichen des Gebäudes dauerte einige Zeit länger, bis auch hier mit Sicherheit bestätigt werden konnte, dass keine weiteren Personen im Einsatzobjekt zu Schaden kamen. Mehrere Tiere (ein Hund,ein Hase und zwei Ratten)  wurden aus den Wohnungen gerettet. Auch diese konnten vom Rettungsdienst an die zuständigen Veterinäre zur weiteren Beobachtung übergeben werden und können ihren Besitzern hoffentlich bald wieder zugeführt werden.

Die zuständigen Ermittler der Kriminalpolizei haben die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Eine Schätzung der Schadenshöhe kann zu diesem Zeitpunkt durch die Feuerwehr nicht vorgenommen werden.

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