Großeinsatz am Krumbacher Gymnasium

Krumbach | am 15.06.2009 - 16:45 Uhr | Aufrufe: 669

"Hurra, hurra, die Schule brennt" – davon konnte Montagvormittag am Krumbacher Simpert-Kraemer-Gymnasium keine Rede sein. Tief saß der Schreck nach dem Großaufgebot an Rettungskräften.


Eine brennender Papierkorb hatte im Gang des zweiten Stocks im Anbau eine etwa einen Quadratmeter große Bodenfläche in Brand gesetzt. Durch den Rauch waren 15 Schüler in einem Klassenzimmer eingeschlossen – sie mussten mit der Feuerwehr-Drehleiter in Sicherheit gebracht werden. Sechs Gymnasiasten kamen zur Kontrolle ins Krankenhaus – sie hatten Rauchgas eingeatmet.

Der brennende Papierkorb aus Plastik stand vor dem Klassenzimmer der 8 a. Warum er brannte, ist noch unklar. Die Rauch verdunkelte den Gang, den eine Glastür vom Altbau trennt. Schüler entdeckten ihn zum Stundenwechsel und verständigten sofort das Direktorat.

Die durch den Rauch im Klassenzimmer eingesperrten Schüler wurden samt ihrer Klasslehrerin über die Drehleiter der Krumbacher Feuerwehr ins Freie gebracht. Am Fahrradunterstand wurden sie sofort von Notärzten untersucht, während sich die Feuerwehren aus Krumbach, Attenhausen, Billenhausen, Edenhausen, Hohenraunau und Niederraunau um den Brand kümmerten. In der Jochnerstraße reihte sich Fahrzeug an Fahrzeug der Rettungskräfte.

Vorsorglich wurde auch der Rettungshubschrauber alarmiert. Christopher 6 aus Ulm war in zwölf Minuten zur Stelle und landete auf der Wiese gegenüber des Wasserwirtschaftsamts. Eine halbe Stunde später flog noch der Polizeihelikopter ein – er drehte eine Runde über der Schule, um aus der Luft einen Schaden auszumachen. Der dürfte sich tatsächlich in Grenzen halten.

Vorsorglich wurde das gesamte Schulhaus per Durchsage evakuiert – die Schüler mussten zunächst in die Turnhalle. Dort wurde die kontrolliert, dass tatsächlich alle 1350 Schüler das Gebäude verlassen hatten. Nach dem Einsatz durften sie nach Hause gehen. Der Nachmittagsunterricht wurde abgesagt. Einzig die Abiturienten mussten nochmals in die Schule, um ihre Zeugnisse abzuholen.

Schulleiter Johann Deil steckte wie vielen Schülern der Schreck in den Knochen. „Das war ein Ernstfall. Wir sind froh, dass alles glimpflich über die Bühne gegangen ist.“ Damit die Schüler, die in dem Klassenzimmer eingesperrt war, die Rettung besser verkraften, sollen heute gesonderte Gespräche stattfinden.

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