Gründung der Deutschen Feuerwehr-Gewerkschaft am Tag der Arbeit

Solingen | am 01.05.2011 - 15:00 Uhr | Aufrufe: 657

Seit 2003 kämpft die Interessenvertretung der Feuerwehr gegen ständige Ungerechtigkeiten, Kürzungen und Streichungen von Bezügen, bei Mehrarbeit und ständig steigendem Druck durch immer höhere Anforderungen an unsere Berufsgruppe. Jetzt wurde schließlich die Deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft (DFeuG) gegründet.

DFeuG Feuerwehr GewerkschaftAus wenigen Feuerwehrleuten wurden immer mehr. Immer mehr Feuerwehrleute verbündeten sich und schon 2006 war der erste Meilenstein gesetzt: Die Interessenvertretung der Feuerwehr e.V. wurde offiziell gegründet und beim Registergericht eingetragen.

Schon früh war das weitere Ziel gesteckt: eine eigene und freie Fachgewerkschaft für die rund 100.000 Berufs-, Werks-, Betriebs-, Flughafen- und Hauptamtlichen Feuerwehrleute! Dieses Ziel ist jetzt erreicht! Es war nötig, weil die Interessen der Feuerwehrleute fachlich und sachlich höchst unzureichend oder schlecht vertreten worden waren.

Durch unsere Arbeit in der Politik und der Öffentlichkeit ist bekannt, dass das Ansehen der Feuerleute in der Gesellschaft immens ist, der Verdienst aber trotz größer werdender Aufgabengebiete extrem schmal bleibt. Laut einer der jüngsten Stern-Studien steht fest, dass Feuerwehrleute einen Reallohnverlust von bis zu 20% beklagen mussten. Kein Feuer ist seitdem kälter geworden, aber alle wurden  dennoch gelöscht. Dabei sind die Anforderungen an die Feuerwehrleute ständig gewachsen. Streichungen, Kürzungen und Drangsalierungen gefährden Moral und Einsatzbereitschaft der Helfer.

Die Zeit war reif für die Deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft (DFeuG). Diese wird am 1. Mai 2011 in Solingen gegründet. Sie ist ansässig in der neu eingerichteten Geschäftsstelle, Dürener Str. 17, 42697 Solingen.

Längst wird die Arbeit dieser Vertretung der Feuerwehrleute im politischen Raum, auch in den Gremien der EU anerkannt. Die Gründungsmitglieder der DFeuG wurden oft in Sachen Feuerwehr als Experten hinzugezogen.

Seit 2006 wurden Landesgruppen in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, Baden-Württemberg und Hessen gegründet. Dort wurde immer eine gute Arbeit von Feuerwehrleuten für Feuerwehrleute gemacht. Die DFeuG unterstützt intensiv die Gründung weiterer Landesgruppen. Feuerwehrleute sind aufgerufen, sich der neuen Fachgewerkschaft anzuschließen.   

Die „Deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft“ (DFeuG) fordert:

  • Einführung der noch ausstehenden eignungs- und leistungsbezogenen Besoldung
  • Arbeitszeit entsprechend dem EU-Urteil
  • Den ansteigende Belastungen der Kolleginnen und Kollegen gerecht werden
  • Die Beförderungssituation bei Haushaltskonsolidierungsgemeinden ändern bzw. Abschaffung von Beförderungssperren
  • Bei Angestellten im Feuerwehrdienst:  Umwandlung ins Beamtenverhältnis
  • Änderung der Verordnung über die Laufbahnen der Beamtinnen und Beamten des feuer¬wehrtechnischen Dienstes
  • Beibehaltung bzw. Wiedereinführung der Pensionsberechtigung der feuerwehrtechnischen Zulage
  • Pensionsberechtigung der Zulagen für Dienst zu ungünstigen Zeiten.

Die Deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft (DFeuG) ist schon jetzt eine starke Interessenvertretung, an deren Spitze immer ein Feuerwehrmann oder  eine Feuerwehrfrau die Interessen der eigenen Berufskollegen vertritt.

Quelle: DFeuG

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