Halsbrecherische Flucht vor Polizei

Aichach-Oberbernbach | am 01.05.2010 - 23:20 Uhr | Aufrufe: 216

Halsbrecherisch und filmreif war die Flucht eines alkoholisierten Autofahrers vor einer Polizeikontrolle in der Freinacht in Aichach. Statt zu halten, gab der 25-Jährige aus Pöttmes Gas.

Mit Tempo 125 baute er einen Unfall in Oberbernbach und flüchtete zu Fuß weiter. Mithilfe eines Hubschraubers konnte die Polizei den Mann etwa zwei Stunden später fassen. Er hatte knapp unter 0,5 Promille Alkohol im Blut, war leicht unterkühlt und völlig verdreckt: Der 25-Jährige hatte sich zur Tarnung mit Erde bedeckt.

Der in den Morgenstunden des 1. Mai kreisende Hubschrauber dürfte in Aichach so manchem aus dem Schlaf gerissen haben. Mit Wärmebildkamera versuchten die Piloten den Mann ausfindig zu machen, der kurz nach 4 Uhr im Jakobiweg vor einer allgemeinen Verkehrskontrolle geflüchtet war. Bei seiner Flucht stadtauswärts in Richtung Inchenhofen hatte der Mann knapp 125 Stundenkilometer auf dem Tacho. Schon in der Oberbernbacher Hauptstraße verlor er die Kontrolle über sein Fahrzeug. Das Auto kam nach links von der Straße ab, rammte einen Telefonverteilerkasten, setzte über einen Bach und blieb in der Ziegeleistraße auf der Beifahrerseite in einem Holzgeländer liegen.

Bevor die nachfolgende Polizeistreife eintraf, konnte sich der Unfallfahrer aus seinem Fahrzeugwrack befreien und gab Fersengeld. Der Mann rannte kurzerhand in die angrenzenden Felder. Ohne den Einsatz des Polizeihubschraubers wäre seine Flucht wohl erfolgreich gewesen. Mithilfe der Wärmebildkamera konnte die Helikopterbesatzung den Flüchtigen allerdings kurz vor 6 Uhr in einem Feld westlich von Oberbernbach ausfindig machen. Um seiner Festnahme zu entgehen, hatte sich der Flüchtende zur Tarnung sogar mit Erde bedeckt.

Alkohol war Grund - 23 000 Euro Schaden und eine „dicke“ Anzeige
Alkohol war, so die Vermutung der Polizei, der Grund für die halsbrecherische Aktion. Nach seiner Festnahme hatte der 25-Jährige knapp unter 0,50 Promille im Blut. „Rentiert“ hat sich die Flucht nicht. Die Konsequenzen aus der Kontrolle wären um einiges geringer gewesen, als sie dem 25-Jährigen jetzt ins Haus stehen. Sein Führerschein wurde umgehend beschlagnahmt, obendrein muss sich der Mann nun wegen Gefährdung des Straßenverkehrs, einer Trunkenheitsfahrt und Unfallflucht verantworten.

Abgesehen davon, dass sein BMW demoliert ist, kommen auch Schadensersatzforderungen auf den Pöttmeser zu. Die Polizei schätzt den Sachschaden auf rund 23 000 Euro. Dazu zählt auch der kaputte Telefonverteilerkasten, den die Telekom noch am Feiertag innerhalb von fünfeinhalb Stunden wieder flott machte.

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