Interview mit Blogger Rudolf Ortner, einsatzleiter.blogspot.com

Österreich | am 27.01.2011 - 10:25 Uhr | Aufrufe: 804

Im Hilfs- und Rettungsdienst trifft man immer wieder auf sehr interessante Menschen und man erlebt viele spannende, tragische und schöne Geschichten. In seinem interessanten Blog "einsatzleiter.blogspot.com" schreibt Rudolf Ortner rund um die Geschichten aus dem Hilfs- und Rettungsdienst. retter.tv hat ihm dazu ein paar Fragen gestellt.

Interview mit Blogger Rudolf Ortner, einsatzleiter.blogspot.com

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Herr Ortner, der Name Ihres Blogs, „Einsatzleiter“, hat uns neugierig gemacht, was verbirgt sich dahinter? Sind Sie denn selbst Einsatzleiter? (Falls ja, wo?)

Da das Vorläuferblogg auch aufgrund des Titels und der Url „hilfe-braucht-menschen.blogspot.com“ Anstoß erregte, überlegte ich mir einen einprägsamen Titel der von keiner Organisation vereinnahmt werden kann. Das etwas zweideutige an „Einsatzleiter“ (der oder die) hat mir die Entscheidung erleichtert. Auch war ich schon fallweise Einsatzleiter im Rettungsdienst, Krisenintervention, Katastropenhilfe oder in beruflich bei der Eisenbahn.

Stellen Sie doch bitte Ihren Blog unseren Nutzern kurz vor. Über welche Themen „bloggen“ Sie?

Einsatzleiter ist eine Mischung aus lokalen und regionalen Medienberichten. Darüber hinaus bemühe ich mich kritische Medienberichte aus und über Einsatzorganisationen, NGO und NPO zu zitieren. Aber auch gesellschaftliche Fragen die ehren- wie hauptamtliche MitarbeiterInnen interessieren sollen nicht zu kurz kommen. Manchmal verfasse ich auch selbst kritische Beiträge über Themen aus diesem Spektrum.

Herr Ortner, seit wann und wie intensiv „bloggen“ Sie?

Meine ersten Mitarbeiterzeitungen habe ich noch vor der Jahrhundertwende auf Papier herausgebracht. Online wurde ich im Fünferjahr aktiv. Die Intensität ist sehr verschieden und hängt stark von den aktuellen Themen und die persönlichen Verfassung ab.

Welche Leserschaft möchten Sie mit Ihrem Blog erreichen und warum?

Einsatzleiter.blogspot.com soll vor allem Menschen aus den lokalen und regionalen Einsatzorganisationen ansprechen. Egal ob sie für ihr Engagement Geld bekommen oder nicht.

Wie sind Sie überhaupt auf die Idee zu „einsatzleiter.blogspot.com“ gekommen und mit welcher Intention wurde dieses Blog ins Leben gerufen?

Früher habe ich unter dem Titel „hilfe-braucht-menschen.blogspot.com“ mein Mitteilungsbedürfnis ausgelebt. Das ist vor allem von höherer Stelle nicht gerne gesehen worden. Nach etlichen Kontroversen habe ich das Projekt „Einsatzleiter.blogspot.com“ gestartet und mir einige Selbstbeschränkungen auferlegt. Bisher scheint die Organisation in der ich tätig bin meine Aktivitäten gut zu tolerieren.

Welcher Ihrer Blogeinträge bekam bisher die meiste Aufmerksamkeit?

Die meisten Rückmeldungen kommen natürlich dann wenn Kritik, Humor oder beides mitschwingen. Meist sind das jene Beiträge die ich selbst verfasse.

Was unterscheidet „einsatzleiter.blogspot.com“ von anderen Blogs aus dem Hilfs- und Rettungsdienstbereich?

Ich möchte nicht nur informieren, sondern auch zum Nachdenken anregen und unterhalten. Ich erwarte mir, dass meine LeserInnen auch ein wenig Humor besitzen und nicht engstirnig sind.

Haben Sie ein besonderes Blog, das Sie selbst lesen und den retter.tv-Usern empfehlen können? (Wenn ja, welches?)

Ich habe leider nicht die Zeit viele bloggs zu verfolgen. Wer aber einen Blick über die Grenzen der Organisation und der Nation hinaus werfen will, dem eröffnet http://blog.roteskreuz.at/einsatz/ interessante Perspektiven.

Wie sehen Ihre Pläne aus, wohin sich „einsatzleiter.blogspot.com“ entwickeln soll?

Ich habe keine konkreten Pläne für die Zukunft des bloggs. Ich gehe mit offenen Augen durch die Welt und beobachte alle Entwicklungen aufmerksam. Was mich bewegt spiegelt sich später vielleicht im Blogg wider.

Jetzt haben wir einiges über Ihren Blog erfahren, würden Sie uns auch noch kurz etwas zu Ihrer Person verraten?

Ich bin bald 40 und glücklich eine wunderbare Familie zu haben. Meine Kindern versuche ich zu vermitteln, wie schön es ist anderen zu helfen ohne auf den eigenen Vorteil zu schauen. Regional und global.

Wo Menschen verschiedener Herkunft, Religion, Kultur, Sprachen das tun, lohnt es sich mitzumachen.

 

Vielen Dank für das Interview!

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