JUH: eine vielfältige Organisation

Donauwörth | am 03.05.2010 - 10:15 Uhr | Aufrufe: 139

Eine Leistungsschau der Spitzenklasse zeigte die Johanniter-Unfall-Hilfe in ihrem Katastrophenschutz-Zentrum in Donauwörth am Zusamweg. 150 bis 200 interessierte Zuschauer, die sich nicht nur für die ausgestellte Technik interessierten, sondern sich auch Informationen aus erster Hand von den zahlreichen Betreuern geben ließen, machten neben der zahlreich vertretenen Prominenz ihr Interesse deutlich.

Der Tag begann mit einem festlichen Gottesdienst durch Standortpfarrer Dr. Matthias Dreher. Regionalvorstand Gertrud Streit-Doderer begrüßte die Gäste. Unter ihnen der zweite stellvertretende Landrat Alfred Stöckl, der Donauwörther Oberbürgermeister Armin Neudert mit Teilen des Stadtrates, Vertreter des Technischen Hilfswerks, der Polizei, des Roten Kreuzes, der Wasserwacht, der Bundeswehr und der AOK.

Seit 20 Jahren im Verband
Vorgestellt als der neue Ortsbeauftragte für Donauwörth und Nordschwaben durch Gertrud Streit-Doderer wurde Markus Kristen. Der „Johanniter durch und durch“, so Streit-Doderer, engagiert sich seit 20 Jahren im Verband als Ehrenamtlicher vom Sanitätsdienst bis hin zur Auslandshilfe.

Großes Interesse fand der ausge-stellte Fahrzeugpark mit dem Rettungswagen mit DIN-Ausstattung, der im Landkreis im Hintergrunddienst eingesetzt wird, wenn alle anderen Rettungsfahrzeuge im Einsatz sind. Dazu der Zweimal-vier-Tragen-Krankentransportwagen, ein Fahrzeug des Katastrophenschutzes für große Schadensereignisse, ein B-KTW als neuer Krankentransportwagen, der vom Bund für Katastropeneinsätze zur Verfügung gestellt wird.

Auf dem Arzttruppwagen mit sechs Sitzplätzen ist ein Verbandsplatz verladen, der von zehn Helfern betrieben wird und bis zu 25 Patienten in der Stunde, je nach Schwere der Verletzung, versorgen kann. Häufig im Einsatz ist der Feldkochherd, der sich besonders bei Jugendlagern großer Beliebtheit erfreut. Hier können bis zu 250 Personen mit Essen versorgt werden. Ein Technikfahrzeug wird gebildet aus einer MAN-Sattelzugmaschine mit aufgesetztem, umgebautem Technikkoffer. Hier finden sich Ersatzteile, Stromaggregate, Stromverteilung, Wasserversorgung und ande-res Equipment. Das Fahrzeug ist die Grundlage dafür, dass man bei Technikeinsätzen unabhängig agie-ren kann und sich selbst im Einsatz mit dem Nötigen versorgt. Die Sattelzugmaschine rollt mit einem eigenen Sattelauflieger für Hilfstransporte, für die die Johanniter inzwischen berühmt sind. Sozial und karitativ betätigen sich die Johanniter in den sozialen Diensten mit Menüservice, Hausnotruf, der Tagespflege, der Demenzbetreuung und als Alltagsbegleiter. Im Katastrophenschutz decken sie die Bereiche Sanitätsdienste und Rettungsdienst im Hintergrundeinsatz ab. Die Feldküche ist ein wichtiger Leistungsträger bei Großereignissen, und die Auslandshilfe hat sich ihren eigenen Namen gemacht.

Großes Ausbildungsangebot
Das Ausbildungsangebot der Johanniter umfasst die lebensrettenden Sofortmaßnahmen, die Erste Hilfe und ab 23. August des Jahres auch die Ausbildung zum Pflegediensthelfer. Die Fahrdienste helfen Menschen mit Behinderungen, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen, und das alles geht nicht ohne eine engagierte Jugendarbeit, die einen hohen Stellenwert besitzt. Auch für die Zukunft, so der Regionalvorstand, könne und wolle man nicht auf Zivildienstleistende verzichten, auch wenn deren Einsatz unter Umständen bei der Kürze der Dienstzeit problematisch wird.

Zwei Vorführungen machten den hohen Ausbildungsstand der Donauwörther Johanniter deutlich. Eine Rettungsvorführung zeigte die Versorgung einer Verletzten bei einem Straßenunfall, später baute der Katastrophenschutz eine Unfallhilfsstelle auf.

Bilder und Videos zu diesem Beitrag
Das könnte Sie auch interessieren
Landrat Christian Knauer hat am Montag im Landratsamt Bürger geehrt, die sich um das Gemeinwohl im Wittelsbacher Land verdient gemacht haben. Sechs Geehrten überreichte er das Ehrenzeichen des ... mehr
am 07.08.2009 14:03
von Michi FliegeFrau     
Rettungsleitstelle
Die AOK Baden-Württemberg fordert eine Reduzierung der Rettungsleitstellen im Südwesten. mehr
am 02.02.2012 08:15
von retter.tvretter.tv Profilbild     
Um diese Funktion zu nutzen,
müssen Sie ein registriertes Mitglied von retter.tv sein.

Sie wollen aktiv an retter.tv teilnehmen, dann melden
Sie sich jetzt kostenlos an.

weiter zur Anmeldung