Jugendfeuerwehr im Kreis ist schwabenweit Spitze

Ichenhausen | am 25.11.2009 - 09:01 Uhr | Aufrufe: 59

An aufmunternden Adressen an die Jugendwarte der Feuerwehren war kein Mangel bei der Herbstversammlung. Franz Zenker, 2. Bürgermeister der Stadt Ichenhausen und Ehrenjugendwart: „90 Prozent der Deutschen stehen voll zur Feuerwehr“. Kreisbrandrat Robert Spiller lobte die 120 anwesenden Aktiven und deren Chef Willi Sauter im Gasthaus Hirsch: „Ihr bringt euch ein in die größere Gemeinschaft der Heimatkommune. Ihr seid unsere Zukunft.“

Lang war die Laudatio bei der Vollversammlung, knapp die freien Stühle an den Tischen im Hirsch- Saal, als die 81 Jugendgruppen die Jugendwarte und deren Stellvertreter schickten. Da mussten 15 Besucher zwei Stunden mit einem Stehplatz vorlieb nehmen.

Willi Sauters Rückblick aufs Feuerwehrjahr konnte sich sehen lassen. Vom Grundlehrgang am Günzburger Feuerwehrhaus über den Grillabend in Niederraunau bis zum Kreisfeuerwehrtag des Nachwuchses in Ziemetshausen: Eine Erfolgssträhne kennzeichnete, was Willi Sauter und sein Kreisausschuss auf die Beine stellten. Da 40 Jugendleistungsabzeichen, dort 30 Jugendflamme II und III - Abzeichen für die Gruppen aus Anhofen, Deffingen, Ellzee, Harthausen, Offingen und Krumbach. Stolz sein durfte der langjährige Kreisjugendwart darauf, wie aus höherer Warte die Arbeit eingestuft wurde. „Unter 537 schwäbischen Jugendgruppen kam unser Landkreis Günzburg mit seinen 81 Gruppen auf Platz 1“, zitierte Sauter die Wertung und notierte ebenso gern: „An Zahl der Mitglieder (es sind 796) stehen wir hinter Augsburg auf dem zweiten Rang.“ Dementsprechend herzlich fiel sein Dank an die Leiter und Angehörigen aus.

In der Bilanz fiel das Zeltlager des Bezirks Schwaben völlig aus dem Rahmen. Es ging in Schwangau über die Bühne, wo nur die Hälfte der gemeldeten Trupps eintrafen. Die Folge für die enttäuschten Organisatoren: Künftig baut die Bezirksjugend der Feuerwehren keine Zeltstadt mehr auf. Bestand hat dagegen das im Zwei-Jahres-Turnus durchgeführte Treffen in Niederraunau (siehe Terminplan 2010). Schatzmeister Peter Wolf richtete den Etat 2010 an den Vorgängern aus, stellte jeweils 19050 Euro auf die Einnahmen- und Ausgabenseite.

Um Jugendlichen bei der Bewerbung für einen Arbeitsplatz zu helfen, gibt die Jugendfeuerwehr jetzt, wenn gewünscht, Zeugnisse für Gruppenleiter (bisher nur für Gruppenmitglieder) aus - Formulare dafür liegen aus. Deren bundesweites Bewertungssystem erleichtert nach Ansicht Willi Sauters jenen Firmenchefs die Entscheidung, die das Ehrenamt für die Tätigkeit im Berufsleben schätzen.

Neue Felder der Jugendarbeit machte Kreisbrandrat Robert Spiller aus. Jugendgruppen sollten sich um Zuwachs aus Migrantenfamilien bemühen, sagte er. Damit könne dem bald eklatanten Nachwuchsmangel der Wehren gegengesteuert werden. Im Übrigen empfahl er den ständigen Kontakt untereinander und zum jeweiligen Kommandanten: „Wir müssen miteinander reden.“

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