Keine Bevorzugung bei Feuerwehrautos

Gersthofen | am 30.07.2010 - 10:23 Uhr | Aufrufe: 529

Das in Auftrag gegebene Feuerwehr-Bedarfsgutachten ist noch nicht fertig, dennoch sind schon Neuanschaffungen im Gespräch. So geht es um den Kauf zweier Fahrzeuge für die Freiwillige Feuerwehr Gersthofen, die im Hauptausschuss durchaus kritisch beäugt wurde.

Keine Bevorzugung bei FeuerwehrautosEine erste Vorstellung des Entwurfs des Gutachtens soll Ende August erfolgen, die endgültige Vorstellung ist bis Oktober geplant, erklärte Bürgermeister Jürgen Schantin dem Hauptausschuss. Als Ersatz für zwei ältere Fahrzeuge sollen nun ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF 20/20) und ein Löschgruppenfahrzeug (LF 20/20) neu angeschafft werden. Diese beiden Autos werden in jedem Fall im späteren Gutachten enthalten sein, betonte Schantin.

Damit möglichst nun noch heuer die Aufträge für die beiden Fahrzeuge vergeben werden können, solle nun der Hauptausschuss im Vorgriff dies vor der endgültigen Fertigstellung des Gutachtens über die Feuerwehrbedarfsplanung anerkennen, sagte Wolfgang Held von der Stadtverwaltung.

Der Gersthofer Kommandant Wolfgang Baumeister erklärte, dass bei den derzeitigen Autos in naher Zukunft diverse Teile der Gerätschaften ausgetauscht werden sollen. „Außerdem sind beide nicht ergonomisch.“ Matthias Götz (CSU) kritisierte dieses Vorgehen als „nicht löblich: Jetzt wird aus dem noch nicht vorliegenden Gutachten ein Teil rausgenommen.“ Er forderte, dass in künftigen Fällen gewartet wird, bis das komplette Gutachten vorliegt und dann alle Betroffenen informiert werden. Dem schloss sich Stefan Langer (CSU) an: „Man muss die Kommandanten der westlichen Stadtteile zeitnah über Inhalte des Gutachtens informieren - es sollte nicht der Eindruck entstehen, dass irgendeine Wehr bevorzugt wird.“

Keine Extrawurst gebraten

Daraufhin betonte der Bürgermeister, dass den Gersthofern keine Extrawurst gebraten werde, zumal die Fahrzeuge wegen des langen Vorlaufs und der Herstellungszeit ohnehin nicht vor dem Jahr 2012 zur Verfügung ständen. Außerdem sei eines der beiden im Jahr 1992 angeschafft worden. Um Zuschüsse für eine Neuanschaffung nicht zu gefährden, müsse es aber 20 Jahre in Betrieb sein. Insgesamt sollen die beiden Autos rund 700 000 Euro kosten. Schließlich erkannte der Ausschuss die beiden neuen Fahrzeuge einstimmig für die Bedarfsplanung an.

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