Medizinische Hilfe für Katastrophenregion Haiti

Duisburg | am 04.11.2010 - 09:47 Uhr | Aufrufe: 42

Die Stiftung der I.S.A.R. Germany startet eine Hilfsaktion in Haiti. Das Land braucht nach dem schweren Erdbeben vom Januar dieses Jahres noch dringend Unterstützung. Die Cholera zeigt, dass es vor allem im Gesundheitswesen noch am Nötigsten fehlt.

I.S.A.R. Germany_LogoZiel der heute beginnenden Hilfsaktion ist es deshalb, vor allem im medizinischen Bereich Unterstützung zu leisten. Aus aktuellem Anlass nimmt das I.S.A.R. Team rund 220 kg Medikamente und medizinische Ausrüstung zur Bekämpfung der Cholera mit nach Haiti. Die Pakete stellt der Partner „action medeor“ zur Verfügung. Sie entsprechen den Vorgaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und beinhalten u.a. Infusionslösungen und „Oral Rehydration Salts“ zur Fertigung einer Trinkflüssigkeit, um die verlorenen Körpersalze zu ersetzen. Außerdem werden Antibiotika und Desinfektionsmittel zur Verfügung gestellt. Die medizinische Ausrüstung soll im Katastrophengebiet an die Partnerorganisation „Haiti Med“ übergeben und an ein Gesundheitszentrum weitergeleitet werden. Da die Cholera mit einfachsten hygienischen Mitteln verhindert bzw. eingedämmt werden kann, will das I.S.A.R. Expertenteam zudem Aufklärungsarbeit leisten. An mehreren Schulen sollen Schüler und Lehrer mit praktischen Übungen geschult werden, wie sie verhindern können, dass sich die Cholera und andere Krankheiten ausbreiten.

Das I.S.A.R. Team wird sich zunächst zehn Tage in Haiti aufhalten. In dieser Zeit sollen Möglichkeiten für längerfristige Hilfsprojekte erkundet werden. Ziel ist es, den Menschen in der vom schweren Erdbeben für lange Zeit gezeichneten Region, auf Dauer medizinische Hilfe zukommen zu lassen. So plant I.S.A.R. Germany, den Aufbau des Rettungsdienstes und eines Krankenhauses zu unterstützen. Dazu sind umfangreiche Vorbereitungen notwendig. Deshalb gilt es zunächst zu klären, wo die Hilfe aus Deutschland am effektivsten eingesetzt werden kann. „Unsere Hilfe soll so viele Menschen wie möglich erreichen“, erklärt der medizinische Leiter von I.S.A.R. Germany, Thomas Laackmann. 

Unterstützt wird die Hilfsaktion von der Fluggesellschaft Condor, die kostenlos Transportkapazitäten zur Verfügung stellt. Partner sind außerdem die Zahnärztekammer Nordrhein sowie die Sparkasse Kleve und die Volksbank Kleverland.

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