Mobbing als Auslöser vieler Suizide in Deutschland

Schwäbisch Gmünd | am 30.05.2011 - 09:49 Uhr | Aufrufe: 8751

Viele Arbeitnehmer werden in der Zeit ihrer beruflichen Tätigkeit gelegentlich, oder auch häufig zur Zielscheibe von Kollegen oder Führungskräften. Das ist mit großer Wahrscheinlichkeit sehr stressig - aber vor allem kann es krank machen.Es gibt genügend wissenschaftlich gesicherte Erkenntnisse darüber, dass die psychische und psychische Gesundheit kann durch Frust am Arbeitsplatz erheblich in Mitleidenschaft gezogen werden kann.

Depression Mobbing SelbstmordLang anhaltende Angstgefühle, Enttäuschungen und Belastungen  aus zwischenmenschlichen Beziehungen hinterlassen demnach nicht zu übersehende Spuren. Ein entsprechendes Betriebsklima als solches, ist daher nicht nur für die Arbeitsleistung ein maßgeblicher Faktor, sondern eben auch für den emotionalen Austausch. Das unabdingbare Gefühl der Zugehörigkeit im Kollegium, und die Gewissheit gebraucht, anerkannt und für erbrachte Leistung belohnt zu werden, wäre wichtig für die Bewältigung emotionaler Spannungen. Fehlen die Motivationen der Zugehörigkeit und Anerkennung, dann können Krisen voll durchschlagen und die Krankheitsanfälligkeit in hohem Maße steigen.Insbesondere die „Seele“ kann enormen Schaden nehmen. Fachleute beschreiben in diversen Veröffentlichungen, dass man davon ausgehen kann, dass ca. 20% aller Suizide  in Deutschland durch Mobbing ausgelöst wurden. Man spricht dabei von ca. 30000 Selbsttötungen.

Aus dem deutschen Ärztetag kommt die Meldung, dass die Zahl der Mobbingopfer bei über einer Million liegen könnte. Es gibt konkrete Hinweise, dass den Versicherungsträgern in Deutschland hierdurch Schäden in einer Größenordnung von 30 Milliarden entstehen. Und nun zu den Selbsttötungen. Menschen bringen sich um – einfach so? Das mag man nicht glauben. Aussagen mit wissenschaftlichem Hintergrund kann man entnehmen, dass die meisten der Suizidgefährdeten zunächst unter Depressionen leiden. Diese Erkrankung der Psyche, oftmals ausgelöst durch Mobbing oder Bossing verschafft den Betroffenen das unheilvolle Gefühl einer Gefangenschaft in sich selbst. Sie kämpfen gegen eine angenommene lähmende und unbezwingbare  Antriebsschwäche. Angstschübe und die ständige Furcht vor dem eigenen Versagen sind ständige Wegbegleiter.

Letztendlich nach langem Leiden, für viele, mit Ausnahme  der „Täter“ nicht erkennbar, kommen die Mobbing – Opfer mit dieser sehr schweren Erkrankung der Psyche nicht mehr zurecht und flüchten in einen angenommen, und Ruhe versprechenden Tod.Psychische Erkrankungen, so z.B. Depressionen sind in unserer westeuropäischen Kultur ein weit verbreitetes Krankheitsbild, und ein in der Öffentlichkeit  mit den Wahrnehmungen des Wahnsinns gezeichnetes No – Go Thema. Heimlich und nachweislich schwer leidend, wird von den Patienten die Erkrankung sehr oft aus Angst und Scham vor der gesellschaftlichen Schelte und Häme verschwiegen. Auch die Furcht vor einem angenommenen Verlust der Arbeitsstelle verhindert dass früh möglichst  Arzt und Therapeut aufgesucht werden. Angehörige, Bekannte und Kollegen reagieren verunsichert und distanziert auf die schwere seelische Erkrankung des Patienten und kommen mit der gegebenen Situation nicht zurecht. Die Sachlage ist unangenehm, und man fühlt sich schlichtweg überfordert.Nach subjektivem Empfinden, als auch bei objektiver Betrachtung, kann man davon ausgehen, dass Menschen mit Schwächen und Ängsten in unserer Gesellschaft keinen Platz haben. Regelmäßig kann man nach dem Tod von Suizidenten von unsauberen Machenschaften erfahren. Sehr oft gibt es Hinweise auf  das Umfeld der Peiniger, die einen nach lang anhaltenden Attacken, und im übrigen wie gewünscht und geschickt  herbeigeführt, den schon erheblich in seiner Gesundheit geschädigten Menschen in den Tod verholfen haben könnten.

Ich neige dazu, die Menschen, die andere mit kontinuierlicher Hetze, Verleumdung, übler Nachrede, Beleidigungen und Rufschädigungen in den Tod treiben, als potenzielle Mörder bezeichnen zu können. Nach formaljuristischen Gesichtspunkten, wird eine solche Neigung vermutlich aber nicht unbedingt haltbar sein, aber eventuell fühlt sich der eine oder andere „Täter“ bereits im Vorfeld angesprochen und überdenkt sein Verhalten.Abschließend möchte ich darauf verweisen, dass ich als Autor dieser Zeilen, nach unzähligen, und sehr intensiv geführten Gesprächen und Recherchen , schon sehr eindeutige Hinweise darüber erhalten habe, dass insbesondere in der Arbeitswelt, gelegentlich  mit brachialer Gewalt gegen kranke, unliebsame oder nur sehr schwer kündbare Mitarbeiter vorgegangen wird. Angeblich kommt es sogar vor, dass Betriebs- und Personalräte gelegentlich verhalten im Hintergrund verbleiben, und Arbeitnehmer an Juristen verweisen. Die „Räte“ sprechen dann von Individualrecht.Aber nicht nur von Menschen in Führungsposition geht gelegentlich psychische Gewalt aus, sonder sehr häufig auch von Arbeitnehmern auf gleicher „Arbeitsebene“. Die Beweisführung könnte sehr häufig, und unschwer erbracht werden.Glücklicherweise ist es zwischenzeitlich so, dass solche üblen Machenschaften wie in meinem Beitrag beschrieben, in nahezu sämtlichen Medien öffentlich gemacht werden.

Alle oder vergleichbare Informationen sind für jeden Interessenten zugänglich. Ich möchte nicht versäumen, eventuell von Mobbing betroffenen Menschen, die frühzeitige Einholung von qualifizierter Hilfe zu empfehlen. Das können Mediziner, Therapeuten und auch Juristen sein.Natürlich sind parallel auch Arbeitgeber, Gewerkschaft, Betriebs- u. Personalrat zu unterrichten. Das geschieht am besten in schriftlicher Form und als Einschreiben! Letztendlich stellt sich die Frage der Beweiskraft und das ist ein nicht zu unterschätzender Faktor, insbesondere im fortgeschrittenen Stadium vor Gericht. Betroffenen sollten dem Arbeitgeber nicht nur einen Verdacht auf Mobbing mitteilen, sondern insbesondere die Vorfälle, die ggf. einen Straftatbestand beinhalten konkretisieren.Letztendlich möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass ich sehr hoffe, dass ich nicht mit der Tatsache konfrontiert werde, dass einer meiner Angehörigen oder Bekannten, nach nachgewiesenem Mobbing, bzw. Straftatbeständen wie zuvor im Beitrag beschrieben den Freitod als Erlösung sucht. Selbst bei einem „Anfangsverdacht“ würde ich unverzüglich eine Strafanzeige wegen vorsätzlichem herbeiführens des Todes erstatten.

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