Mobilität extrem – Verletztentransport bei der Bundeswehr

Fulda | am 11.05.2011 - 21:35 Uhr | Aufrufe: 3876

„Mobilität“ ist die tragende Säule der RETTmobil – kein Wunder, da ja die „IKR – Interessengemeinschaft der Hersteller von Kranken- und Rettungsfahrzeugen“ der ideelle Träger der „Europäischen Leitmesse für Rettung und Mobilität“ ist.
Eine besondere Funktion als Partner der Messe hat dabei die Bundeswehr, die vor allem im Rahmen ihrer Auslandseinsätze einen ganz besonderen Bedarf an Fahrzeugen im Bereich der sanitätsdienstlichen Versorgung ihrer Soldatinnen und Soldaten hat. Auf der RETTmobil 2011 ist die Bundeswehr daher mit einigen Sonderfahrzeugen vertreten, die für die speziellen Anforderungen auch in ganz besonderer Weise gerüstet sind.

 

Nach Krisenjahren voll ausgebucht: RETTmobil 2001 offiziell eröffnet

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Das Sanitätslehrregiment aus Feldkirchen bei Straubing (Bayern) präsentiert vor allem den Transportpanzer „Fuchs“, der hier in der Konfiguration als hoch geländegängige und stark geschützte Intensivstation ausgestellt wird.

In der „gewöhnlichen“ Ausführung als Mannschaftstransporter können die RETTmobil-Besucher den „Fuchs“ sogar live im Einsatz erleben, wenn sie in Sechsergruppen einige Runden auf dem Offroad-Gelände mitfahren dürfen. Sowohl vom Kommandantenplatz neben dem Fahrer als auch aus den zwei Dachluken des Mannschaftsraumes ist es möglich, die äußerst flexiblen fahrtechnischen Eigenschaften des Transportpanzers hautnah mit zu erleben. Zwar wird aus Rücksicht auf die Fahrgäste extrem vorsichtig gefahren, aber auch im langsamen Tempo wird insbesondere an Steigungen und Gefällstrecken die hervorragende Geländegängigkeit des Fahrzeuges eindrucksvoll demonstriert.

 


In der Ausführung als „Fuchs BAT“ („Beweglicher Arzttrupp“) wird der Transportpanzer zum geschützten Verletztentransport mit der gleichzeitigen Möglichkeit der notfallmedizinischen Versorgung und Behandlung eingesetzt. Dabei können entweder ein intensivmedizinisch zu versorgender (z.B. beatmungspflichtiger) Patient oder zwei leicht verletzte Patienten während der Fahrt versorgt und auf sicherem Weg zur Weiterbehandlung gebracht werden. Die medizinische Versorgung während des Transportes wird durch die Besatzung sicher gestellt, die neben dem Fahrer aus einem Notarzt und einem Rettungsassistenten besteht.

 


Die Ausstattung des „Fuchs BAT“ ist größtenteils mit der eines zivilen Notarztwagens vergleichbar und verfügt beispielsweise über eine Vakuummatratze, einen Defibrillator und ein Notfallbeatmungssystem.
Wegen der bereits beschriebenen extremen Geländegängigkeit und dank seiner amphibischen Eigenschaften ist auch ein Einsatz in entsprechend schwierigem Gelände möglich. Darüber hinaus gibt es den „Fuchs BAT“ auch in einer Version, die mit zusätzlichem Minenschutz ausgerüstet ist, sodass medizinische Evakuierungen auch mit größtmöglicher Sicherheit für Patient und Sanitätspersonal möglich sind.
Ein weiteres Sanitätsfahrzeug der Bundeswehr ist das Mehrzweck-Radfahrzeug „YAK“, ebenfalls in der Version als „BAT“ („Beweglicher Arzttrupp“), das der entsprechenden Lage angepasst ebenfalls zum geschützten Verletztentransport eingesetzt wird.
Mit diesen Fahrzeugen ist dann eine sichere Verlegung der Patienten zur erforderlichen Behandlung oder zur Übergabe an die Fliegende Intensivstation „MedEvac“ zum Rücktransport in ein Bundeswehrkrankenhaus im Heimatland möglich.

 

Wilhelm Schmid

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