Neues von den Oldtimerfreunden Feuerwehr Königsbrunn

Königsbrunn | am 01.05.2010 - 08:00 Uhr | Aufrufe: 725

Fast 40 Jahre war auf das TLF 16/40 der Freiwilligen Feuerwehr Königsbrunn Verlass. Das signalrote Einsatzfahrzeug - TLF steht für Tanklöschfahrzeug, das Kürzel 16/24 signalisiert eine Pumpenleistung von 1600 Litern pro Minute und einen Wassertank mit 2400 Litern - war lange das technische Rückgrat bei den Einsätzen der Floriansjünger - und nicht wenigen über die Jahre hinweg richtig ans Herz gewachsen.

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Vor drei Jahren musste es einer neuen Generation von Feuerwehr-Lkws - sogenannten Hilfeleistungsfahrzeugen HLF - weichen. Das TLF 16/24 sollte ins Ausland verkauft werden und dort weiter Einsätze fahren. Doch einige Königsbrunner Feuerwehrleute wollten es nicht abgeben.

Was so viele Jahre zu Königsbrunn gehörte, sollte dem Heimatort auch erhalten bleiben, beschlossen Peter Niedermeier, Johannes Schabert und Frank Skipiol - und kauften der Stadt das Fahrzeug für 2500 Euro ab. Sie gingen daran, das Fahrzeug wieder herzurichten. Mittlerweile wurden die Bremsen erneuert und die vierteilige Aluminiumsteckleiter gegen eine hölzerne ausgetauscht, so wie sie ursprünglich im Fahrzeug vorhanden war.

„Es ist gar nicht so einfach, an alte Ersatzteile zu kommen. Die Leiter habe ich für 150 Euro bei Ebay ersteigert“, erzählt Armin Stohrer. Zurzeit sind die Floriansjünger auf der Suche nach einem Tragkraftspritzenanhänger - einer tragbaren Pumpe samt Anhänger.

Repariert und ausgetauscht wird aber immer nur dann, wenn ausreichend Geld und Zeit zur Verfügung stehen. Deshalb ziehen sich die Arbeiten am TLF16/24 auch ziemlich in die Länge. „Es müssen noch dringend Abdichtungsarbeiten am Wassertank und Reparaturen an der Elektrik gemacht werden. Doch das hält uns aber nicht davon ab, mit unserem Fahrzeug schon jetzt an Feuerwehrveranstaltungen und Oldtimertreffen teilzunehmen“, berichtet Johannes Schabert stolz.

Wagen samt Technik muss in Bewegung bleiben

Und auch bei manchen Übungen rollt der Lkw an. Denn wichtig ist auch, dass der Wagen mit samt seiner Technik in Bewegung bleibt. Das TLF 16/24 zählte seinerzeit zu den größeren Modellen, erklärt Peter Niedermeier: „So eine Pumpe muss schon in Bewegung bleiben. Deshalb nutzen wir ab und zu Maschinistenübungen, um die Technik funktionsbereit zu halten.“

Im vergangenen Jahr haben die engagierten Feuerwehrleute dann ihren „Fuhrpark“ um eine Anhängeleiter aus dem Jahre 1962 erweitert und die Gründung eines Vereins in Angriff genommen.

Etwa ein Dutzend Feuerwehrleute bilden mittlerweile den Verein „Oldtimerfreunde Feuerwehr Königsbrunn“. Der hat sich zum Ziel gesetzt, ausgediente Feuerwehrfahrzeuge wieder herzurichten. „Durch den Erhalt von Technik und Kulturgut haben wir es sogar geschafft, als gemeinnütziger Verein eingetragen zu werden“, freut sich Schabert.


Viele Bilder vom Feuerwehr-Oldtimer-Treffen in Schwabhausen 2009 finden Sie hier bei retter.tv

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