Nordsee und Ostsee: Seenotretter haben über Pfingsten viel zu tun

Cuxhaven | am 23.05.2010 - 23:15 Uhr | Aufrufe: 313

In Nordsee und Ostsee halfen am recht windigen Pfingstwochenende die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger über 180 Menschen. In Freizeit- und Berufsschiffart hatten einige Besatzungen Probleme und riefen Seenotretter der DGzRS zur Hilfe.

Witterungsbedingungen schwierig Witterungsbedingugen erschwerten allerdings einige Einsatzfahreten der DGzRS am Samstag. Den ganzen Tag über beeinträchtigten schlechte Sicht und Nebelfelder den Schiffsverkehr auf der Ostsee. So suchte etwa der Seenotkreuzer VORMANN JANTZEN/Station Greifswalder Oie im Greifswalder Bodden ein festgekommenes Motorboot, dessen Skipper keine Positionsangabe machen konnte. Die Seenotretter fanden das mit zwei Personen besetzte Boot und schleppten es frei. Hilferufe Nordsee Auch in der Nordsee zog es sich am Samstagnachmittag zu. Mehr als zehn Mal brachten die Besatzungen der Seenotkreuzer und Seenotrettungsboote über Pfingsten medizinische Hilfe an Bord oder übernahmen Krankentransporte von Seeschiffen und Inseln ans Festland, weil Hubschrauber wegen schlechter Sicht nicht fliegen konnten. Der Seenotkreuzer VORMANN LEISS/Station Amrum etwa barg am Pfingstsamstag 65 Seemeilen (ca. 120 Kilometer) nordwestlich von Helgoland ein Besatzungsmitglied des Vermessungsschiffes „Atair“ mit Verdacht auf Handgelenkfraktur ab. In der Außenelbe wurde noch am Freitagnachmittag ein Skipper vom Großbaum seiner Segelyacht schwer verletzt. Der Seenotkreuzer HERMANN HELMS/Station Cuxhaven nahm das führerlose Boot in Schlepp. Die Seenotretter forderten einen Notarzt an, der den Mann noch an Bord der Segelyacht versorgte. Fahrgastschiff "Ostseebad Warnemünde" in Not Allein 81 Passagiere und vier Besatzungsmitglieder des Fahrgastschiffes „Ostseebad Warnemünde“ gingen am Pfingstsonntag dank der schnellen Hilfe des Seenotkreuzers ARKONA am Alten Strom in Warnemünde sicher an Land. Der Kapitän des Ausflugsdampfers hatte den Ausfall des Bugstrahlruders gemeldet, als er vom Fahrwasser des Neuen Stroms wieder zu seinem Liegeplatz am Alten Strom manövrieren wollte. Die ARKONA machte sofort die Leinen los und fuhr dem Fahrgastschiff entgegen, das etwa eine halbe Seemeile (ca. 800 Meter) entfernt in dem viel befahrenen Fahrwasser auf Hilfe wartete. Der Seenotkreuzer bugsierte das beim Manövrieren auf engem Raum stark eingeschränkte Schiff sicher an seinen Liegeplatz. Die Seenotretter waren am Pfingstwochenende außerdem für zahlreiche Segel- und Motoryachten im Einsatz, die mit Ruder- oder Motorschaden in Schwierigkeiten geraten waren, Navigationsprobleme hatten und sich festgefahren hatten. Die meisten dieser Einsätze fuhren die DGzRS-Besatzungen auf der Ostsee, der Schwerpunkt lag dabei vor der schleswig-holsteinischen Ostseeküste. (Quelle von DGzRS)

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