Ofen verursachte womöglich Hausexplosion

Brühl/Köln | am 11.12.2010 - 20:00 Uhr | Aufrufe: 113

Die Ursache für die verheerende Explosion eines Wohnhauses in Brühl ist einem Zeitungsbericht zufolge möglicherweise gefunden. Das Unglück, bei dem vor einer Woche drei Bewohner ums Leben kamen, könnte demnach von einem Katalytofen ausgelöst worden sein.

retter.tv FotosDie Ermittler hätten ein solches Heizgerät in den Trümmern gefunden, berichtete der «Kölner Stadt-Anzeiger» am Samstag. Die Polizei wollte den Bericht nicht kommentieren und verwies auf die zuständige Staatsanwaltschaft Köln, bei der am Wochenende niemand zu erreichen war.

Mit einem Trauermarsch zum Unglücksort brachten Mitbürger, Freunde und Schulkameraden am Samstag ihr Mitgefühl zum Ausdruck. Initiatorin Claudia Dietzel sprach von gut 150 Teilnehmern; die Polizei schätzte die Zahl auf 80. Ein Gospelchor sang, Fürbitten wurden vorgetragen.

Bei dem Unglück am 11. Dezember waren ein 45 Jahre alter Familienvater, seine zehnjährige Tochter und seine 47 Jahre alte Lebensgefährtin ums Leben gekommen. Der zwölfjährige Sohn konnte verletzt aus den Trümmern gerettet werden; sein älterer Bruder war nicht zu Hause.

Der Mann soll zum Zeitpunkt der Explosion im Keller gewesen sein. Dort könnte auch die Ursache des Unglücks liegen. Wie der «Kölner Stadt-Anzeiger» schrieb, dürfen Katalytöfen nicht in Kellerräumen aufgestellt werden. Denn Propangas, das aus undichten Anschlüssen ströme, sammle sich am Boden und bilde mit der Luft ein gefährliches Gemisch. Ein Funke genüge dann für eine Explosion. «Einiges deutet darauf hin, dass ein solcher Zusammenhang die Ursache des Unglücks ist», zitiert die Zeitung aus Polizeikreisen.

Die Initiatorin des Trauermarschs sagte: «Viele Menschen in Brühl sind geschockt und fragen sich, was man tun kann.» Deswegen habe sie sich entschlossen, den Trauermarsch zu organisieren, obwohl sie die Familie nicht selbst gekannt habe, erläuterte Dietzel. Allerdings habe sie Brüder, die als Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr am Unglücksort mitgeholfen hätten. Ihnen sei der Einsatz sehr nahegegangen.


Zum Thema:
"Haus-Explosion: Rettungskräfte finden Mädchenleiche"

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