Polizei Mettmann: Trickdiebwarnungen weiterhin aktuell!

Ratingen | am 16.12.2009 - 10:25 Uhr | Aufrufe: 225

Am Dienstag, dem 15.12.2009 erstattete ein 67-jähriger Mann aus Mönchengladbach Anzeige bei einer Polizeidienststelle seines Wohnortes, weil er am selben Tag als Besucher der Dumeklemmerstadt Ratingen ebenfalls Opfer eines solchen Trickdiebes geworden war. Nach Aussage des Geschädigten war er am Morgen gegen 11.00 Uhr, auf der Philippstraße in Ratingen-Mitte, einem bislang unbekannten Mann begegnet, der ihn auf offener Straße ansprach. Wie im bereits berichteten Fall des 03.12.2009 von der Wallstraße, wurde auch der Mann aus Mönchengladbach gefragt, ob er eine Zwei-Euro-Münze wechseln könne.

Polizei Mettmann: Erneute Trickdiebwarnung

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Als der 67-jährige Geschädigte daraufhin hilfsbereit seine Geldbörse hervorholte, um darin nach Wechselgeld zu suchen, verlief die weitere Tat nach bekanntem Muster. Der Täter griff selber in die Geldbörse des Opfers, um daraus vermeintlich hilfsbereit selber das benötigte Kleingeld hervorzuholen. Nach dem Wechselvorgang bedankte sich der Unbekannte höflich und ging in unbekannte Richtung davon. Erst viel später bemerkte der Geschädigte, dass aus seiner Geldbörse mehr, als nur das Wechselgeld in Höhe von zwei Euro verschwunden war. Nach Angaben des 67-Jährigen bei Anzeigenerstattung in Mönchengladbach hatte ihm der fingerfertige Taschen- und Trickdieb insgesamt 500,- Euro unbemerkt aus dem Scheinfach der Geldbörse gezogen. Das Tatgeschehen war dabei so unauffällig und unspektakulär abgelaufen, dass der Geschädigte bei der Anzeigenerstattung am Dienstagabend in Mönchengladbach noch nicht einmal eine genauere Beschreibung des Trickdiebes abgeben konnte.

Der Täter vom 03.12.2009, der in absolut identischer Art und Weise und in nur kurzer Entfernung zum aktuellen Tatort auftrat, wurde wie folgt beschrieben: - männlicher Südländer, nach Sprache und Aussehen wahrscheinlich Türke - ca. 30 bis 35 Jahre alt - ca. 165 cm groß, normale Statur - kurze schwarze Haare - bekleidet mit einer Jeansjacke

Bisher liegen der Ratinger Polizei weder im aktuellen, noch in den bereits zurückliegenden Fällen, konkretere Hinweise auf Täteridentitäten vor. Strafverfahren sowie weitere Ermittlungs- und Fahndungsmaßnahmen wurden jeweils eingeleitet. Sachdienliche Hinweise zu verdächtigen Personen, Fahrzeugen oder sonstigen Beobachtungen, die in Tatzusammenhängen stehen könnten, nimmt die Polizei in Ratingen, Telefon 02102 / 9981-6210, jederzeit entgegen.

Aus gegebenem Anlass wiederholt die Polizei noch einmal ganz ausdrücklich ihre Warnung zum verstärkten Wirken von Taschen- und Trickdieben gerade in der jetzigen Vorweihnachtszeit, die immer wieder mit folgenden, hier nur exemplarisch aufgeführten Maschen zum Erfolg gelangen:

Der Rempel-Trick: Das Opfer wird im Gedränge angerempelt oder "in die Zange" genommen; beim Einsteigen stolpert der Vordermann, er bückt sich oder bleibt plötzlich stehen. Während das Opfer aufläuft und abgelenkt ist, greift ein Komplize in die Tasche.

Der Drängel-Trick: In vollen Bussen oder Bahnen rückt ein Dieb unangenehm dicht an das Opfer heran, das ihm den Rücken zuwendet und so die Tasche "griffbereit" anbietet.

Der Stadtplan-Trick: Fremde fragen das Opfer nach dem Weg und halten ihm einen Stadtplan vor oder bitten es - etwa auf Bahnhöfen - an einen ausgehängten Plan. Während sich das Opfer orientiert und abgelenkt ist, plündern andere Täter die Hand- oder Umhängetasche.

Der Geldwechsel-Trick: Fremde bitten das Opfer, eine Münze zu wechseln. Wenn das Opfer die Geldbörse zieht und das Münzfach öffnet, wird es vom Täter abgelenkt. Während der beispielsweise seine Münze in die Börse wirft, nimmt er Banknoten heraus.

Der Beschmutzer-Trick: Insbesondere nach einem Bankbesuch wird das Opfer "versehentlich" mit Ketchup, Eis oder einer Flüssigkeit bekleckert. Beim wortreichen Reinigungsversuch verschwindet das gerade abgehobene Geld aus der Bekleidungstasche.

Der Supermarkt-Trick: Im Supermarkt fragen Fremde das Opfer nach einer bestimmten Ware. Während es danach sucht, wird die Tasche am Einkaufswagen ausgeräumt.

Der Hochhebe-Trick: In einer Gaststätte behauptet jemand, das Gewicht des Opfers schätzen zu können. Beim Hochheben "zieht" er oder ein Komplize die Geldbörse.

Der Bettel-Trick: Kinder halten dem Opfer im Lokal ein Blatt Papier vor mit der Bitte um eine Spende. Oder sie tollen auf der Straße um das Opfer herum und betteln es an. Dabei nutzt einer die Ablenkung für den raschen Griff nach der Geldbörse oder in die Handtasche.

Der Blumen-Trick: Ein Fremder begrüßt das Opfer freundschaftlich, umarmt es oder steckt ihm eine Blume an. Während das Opfer verdutzt ist, verschwindet die Brieftasche.

Der Taschenträger-Trick: "Taschenträger" oder "-trägerinnen" spähen ältere Frauen beim Einkaufen aus und bieten ihnen scheinbar hilfsbereit an, deren Einkauf nach Hause zu tragen. Dort eilen sie mit der Tasche die Treppe hinauf, während der ältere Mensch nicht so schnell hinterherkommt. Unterwegs nehmen sie die Geldbörse heraus, stellen die Tasche vor die Tür und kommen dem Opfer grüßend entgegen. Der Verlust wird erst später bemerkt.

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