Projekt EVA – Risiko Großveranstaltungen

Berlin | am 29.05.2011 - 19:00 Uhr | Aufrufe: 482

Ob Konzert, Fußballspiel, Festivals oder örtliche Events - immer mehr Besucher werden von Großveranstaltungen angelockt. Die Menschen wollen feiern, Spaß haben und neue Bekanntschaften machen, doch über eventuelle Gefahren macht sich kaum einer Gedanken. Für Rettungskräfte sind Großveranstaltungen eine Herausforderung. Das Projekt EVA möchte diese Herausforderung erleichtern.

Großveranstaltungen sind schwer kalkulierbar

Alternativ

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Wenn viele Menschen auf einem Raum sind, kann es schnell zur Katastrophe kommen – man braucht nur an das Desaster in Duisburg zu denken. Ohne Informationen über die zu erwartende Besucherzahl und das mögliche Besucherverhalten ist eine Kalkulation der Einsätze von Rettungskräften und somit die erfolgreiche Planung solcher Veranstaltungen kaum möglich.

Das Projekt EVA will die Sicherheit bei Großveranstaltungen erhöhen


EVA ist ein gemeinsames Forschungs-Projekt von acht Partnern, das am 1. März 2009 bewilligt wurde und drei Jahre läuft. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das Projekt im Rahmen des Programms "Forschung für die zivile Sicherheit" als Teil der High-Tech-Strategie der Bundesregierung. Der Projektträger für EVA ist das VDI-Technologiezentrum. Konsortialführer des Forschungsvorhabens ist die Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes e.V (vdfb).

Realitätsnahe Simulationsmodelle unterstützen die Forschung


Das Projekt EVA hat sich zur Aufgabe gemacht, den die Menschen bei Großveranstaltungen zu Schützen und durch Forschung die Planungsgrundlagen für Einsatzkräfte zu verbessern.
Anhand von Parametern, wie der anzunehmende Einfluss von Ort, Verkehrsinfrastruktur oder Zielgruppe der Veranstaltung, werden Konzepte zur Planung, Bewertung, Evakuierung und Rettung interdisziplinär entwickelt und mittels Simulationen validiert. Um die Simulationsmodelle möglichst realistisch an das Verhalten von Personen anzupassen, werden Erfahrungsberichte und Dokumentationen genutzt.
 

Neue Krisenmanagementkonzepte und Schulungen sind das Ziel


Ziel ist es schließlich, einen Katalog von Einflussfaktoren für kritische Großveranstaltungen zu erarbeiten, anhand dessen bestimmt werden kann, ob eine Großveranstaltung unter sicherheitstechnischen Gesichtspunkten in einer bestimmten Stadt durchgeführt werden kann.
In dem Projekt EVA werden dann anhand der Ergebnisse Krisenmanagementkonzepte entwickelt, um die zeitnahe Einleitung von Rettungs- und Bekämpfungsmaßnahmen zu unterstützen. Außerdem sollen neue Schulungskonzepte für Rettungskräfte entworfen werden.

Das Thema Risiken bei Großveranstaltungen ist dieses Jahr Schwerpunkt bei der vfdb Jahresfachtagung in Berlin.

Quelle: vfdb

 

Weitere Beiträge:

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Wie können Großveranstaltungen sicherer werden?

 

59. Jahresfachtagung der Vereinigung zur Förderung des deutschen Brandschutzes e.V.

Vereinigung zur Förderung des deutschen Brandschutzes e.V.

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