Sanierung des Stabsgebäudes

Auf die gewohnten Eisblumen an den Fenstern mussten die 40 Beschäftigten im Stabsgebäude der Königsbrunner Bereitschaftspolizei (Bepo) in diesem Winter verzichten. Nach der energetischen Ertüchtigung des 1975 in Betrieb genommenen Gebäudes gehören Eisblumen und rundum gefrorene Metall-Fensterrahmen bei Minustemperaturen endlich der Vergangenheit an. Wegen der aufgrund der erhöhten Einstellungszahlen auch höheren Kosten für die Ausbildung, kommen nach Aussage des Leiters der Bepo-Abteilung, Polizeidirektor Norbert Zink, die eingesparten Heizungskosten gerade richtig.

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Mit einer Energieeinsparung von 40 Prozent und einer Reduzierung des CO2-Auststoßes von 60 Tonnen rechnet Leitender Baudirektor Ulrich Blickle. Nach gut sechsmonatiger Bauphase konnte der Leiter des Staatlichen Bauamtes Augsburg kürzlich die neuen Energiedaten, des im Rahmen des CO2-Programms der Bayerischen Staatsregierung ertüchtigten Gebäudes, dem Chef der Bepo-Abteilung präsentieren.

Fast eine Million Euro, davon 870.000 aus dem Förderprogramm, waren für die Sanierung er-forderlich, so Blickle. Weiter berichtete der Bauherr, dass 80 wärmedämmende Fensterelemen-te eingebaut, die Außenwände mit einem Vollwärmeschutz versehen und das Flachdach mit einer 15 Zentimeter starken Dämmschicht eingedeckt wurden. Als Prototyp für alle im Rahmen der Generalsanierung noch anstehenden Gebäudesanierungen bezeichnete er das jetzt fertiggestellte Gebäude, in dem der Führungsstab untergebracht ist.

Nächster Schritt, der mit einem Gesamtvolumen von 70 Millionen Euro geplanten Generalsanie-rung der Abteilung soll der Neubau eines Zentrums für Einsatztraining mit Schießanlage sein. Sehnsüchtig warten die Verantwortlichen beider Behörden auf eine Auftragserteilung nach Ab-schluss der Haushaltsberatungen im Landtag, damit der Planungsauftrag, wie beabsichtigt, noch in diesem Jahr erfolgen kann. Knapp zehn Millionen Euro sind für den Neubau eingeplant, der nicht nur den Königsbrunner Polizeischülern, sondern auch den rund 1.400 Kollegen des Polizeipräsidiums Schwaben Nord dann zur Verfügung stehen soll.

In weiteren Bauabschnitten sollen zunächst drei neue Trainingshäuser zum Üben von authentischen Polizeisituationen entstehen, bevor die vier Unterkunftsgebäude der Polizeischüler mit Doppelzimmern mit Nasszellen saniert werden. Einen weiteren Neubau sieht die Generalsanierung mit einem zentralen Gebäude für Polizeilehrer und –ausbilder vor.

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