Schlechter Scherz mit Feuerwehr

Landsberg am Lech | am 08.10.2010 - 18:30 Uhr | Aufrufe: 1949

Helle Aufregung herrschte am Freitagabend in Landensberg. Mit Blaulicht und Sirenen düsten zahlreiche Feuerwehrfahrzeuge durch den Ort. Gegen 18.30 Uhr hatte ein anonymer Anrufer gemeldet, dass eine Küche, besser gesagt eine Mikrowelle, in einem Haus brennen würde. Doch die Einsatzkräfte haben keinen Brand gefunden. Der Anruf entpuppte sich als Scherz - „ein übler und schlechter Scherz“, wie Stefan Müller, Leiter der Polizeiinspektion Burgau betont.

„Grundsätzlich nehmen wir jeden Anruf ernst“, sagt Müller. So auch am Freitagabend, als eine Kinderstimme der Notrufzentrale den Brand meldete. Sofort machten sich die Feuerwehren aus Burgau, Röfingen, Roßhaupten, Glöttweng und Landensberg auf den Weg, um das Feuer so schnell wie möglich zu löschen. Vor Ort dann die Überraschung: Es gibt gar keinen Brand.

Um sicher zu gehen, dass der Anrufer aufgrund seiner Aufregung nicht aus Versehen den falschen Ort oder die falsche Straße genannt hat, fuhren die Feuerwehren den Ort ab. „Wir mussten alle Möglichkeiten ausschließen, dass es nicht doch irgendwo brennt“, sagt Müller.

Von einer Telefonzelle aus angerufen
Auch in Winterbach und Mönstetten machten sich Feuerwehrler auf die Suche - der Anruf wurde nämlich von einer Telefonzelle mit der Vorwahl 09075 abgegeben. Vielleicht, so vermuteten Polizei und Feuerwehr, hatte sich der Anrufer einfach bei der Ortsangabe vertan.

Erst nach einer Dreiviertelstunde stand fest: Es gibt kein Feuer, das Ganze war nur ein übler Scherz. Absichtlich einen falschen Brand zu melden kommt nach Angaben von Kreisbrandrat Robert Spiller nicht oft vor. Er war am Freitag vor Ort und hat das Durcheinander miterlebt. Das bestätigt auch Stefan Müller von der Polizei in Burgau.

Die Polizei hat nun die Ermittlungen aufgenommen. Denn es handelt sich nach Aussage von Müller nicht nur um einen Streich, sondern um eine Straftat. „Das hat mit Spaß nichts mehr zu tun“, betont er.

Den Anrufer erwartet aber nicht nur eine Anzeige, er muss wohl auch die Kosten des Einsatzes tragen. Wie hoch diese sind, mag Müller allerdings nicht schätzen.

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