Stade: Großfeuer vernichtet landwirtschaftliches Gebäude

In der Nacht von Freitag auf Samstag (09.10.) gegen 03:00 h brach in Stade - Schölisch auf einem landwirtschaftlichen Anwesen aus bisher ungeklärter Ursache in einer dortigen Scheune ein Feuer aus. Eine Zeitungsausträgerin und der Hofbesitzer wurden durch lautes Knallen aufmerksam gemacht, entdeckten den Brand und informierten sofort die Feuerwehr und die Polizei.

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Es gelang Ihnen dann noch zusammen mit den ersten anrückenden Feuerwehrleuten ca. 50 Stück Vieh aus dem Gebäude ins Freie zu bringen. Für zwei Pferde und ca. 10 Jungrinder kam die Hilfe allerdings zu spät, sie verendeten in dem bereits lichterloh brennenden Stall. Beide Züge der Feuerwehr Stade sowie die Ortswehren aus Bützfleth und Bützflether Moor rückten mit ca. 100 Feuerwehrleuten an und mussten teilweise unter schwerem Atemschutz die Brandbekämpfung vornehmen.

Als schwierig gestaltete sich dabei die Löschwasserversorgung so dass zu Unterstützung noch ein Großtanklöschfahrzeug der DOW-Werkfeuerwehr mit eingesetzt wurde. Auch der Atemschutzcontainer der Feuerwehrtechnischen Zentrale musste mit anrücken, um die Versorgung der Einsatzkräfte mit frischer Atemluft sicherzustellen.

Der 40-jährige Landwirt erlitt bei dem Versuch seine Tiere zu retten Brandverletzungen an den Armen, sein 14-jähriger Sohn sowie die Zeitungsausträgerin wurden mit dem Verdacht auf Rauchgasvergiftung vom der Besatzung dreier Rettungswagen des DRK und der JUH und dem Stader Notarzt vor Ort erstversorgt und ins Elbeklinikum Stade eingeliefert. Trotz des intensiven Löscheinsatzes konnte die Scheune nicht gehalten werden und brannte vollständig aus.

Die Löscharbeiten dauern zur Zeit noch an. Die Ortsdurchfahrt Schölisch im Zuge der Kreisstraße 27 wurde für die Zeit der Rettungs- und Löscharbeiten voll gesperrt, der Verkehr örtlich umgeleitet, es kam zu Behinderungen. Brandermittler der Polizeiinspektion Stade werden sich in den nächsten Tagen daran machen, die genaue Brandursache festzustellen, es wird nachberichtet. Der Gesamtschaden dürfte sich nach ersten Schätzungen auf ca. 300.000 Euro belaufen.

Während die Löscharbeiten in Schölisch in vollem Gange waren, erreichte die Feuerwehr- und Rettungsleitstelle eine Meldung, wonach im Elbeklinikum Rauchgeruch festgestellt wurde. Nach intensiver Absuche durch die Feuerwehr Wiepenkathen sowie die Messgruppe des Umweltzuges des Landkreises konnte hier aber relativ schnell Entwarnung gegeben werden, offenbar waren hier Rauchdämpfe vom Feuer Schölisch durch die Umluftanlage angesaugt worden. Gefahren für das Personal und die Patienten im Krankenhaus bestanden zu keiner Zeit.

Bild- und Textautor: Polizeiinspektion Stade

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