Straßengraben war schon besetzt

Neu Ulm | am 01.02.2010 - 12:16 Uhr | Aufrufe: 85

Der winterliche Polizeibericht hat seine Besonderheiten. Die weiße Pracht sorgt für Unfälle und manchmal auch für ungewöhnliche Diebstähle oder Schlägereien.

retter.tv FotosDass Autofahrer wegen überhöhter Geschwindigkeit von der Fahrbahn rutschen, passiert relativ häufig. Besonders ärgerlich ist das, wenn im Straßengraben am gleichen Fleck bereits ein anderer Wagen liegt. So geschehen am Samstagmorgen gegen 8 Uhr beim Autobahndreieck Hittistetten.

Ein 19 Jahre alter Angestellter bog mit seinem Peugeot auf die B 28 in Richtung Senden ab. Ganz offensichtlich war er zu schnell, weswegen der aus Illertissen stammende Mann auf der eis- und schneeglatten Fahrbahn ins Schleudern geriet und nach rechts von der Fahrbahn abkam. Sein Pech: Der Straßengraben war an dieser Stelle schon besetzt - von einem zuvor in gleicher Weise von der Fahrbahn gerutschten BMW einer 31 Jahre alten Frau aus Vöhringen. Beide Fahrer blieben bei dem Zusammenstoß unverletzt. Jeden erwartet nun ein Bußgeldverfahren und Punkte in Flensburg. Der Gesamtsachschaden beläuft sich auf knapp 10 000 Euro, wobei der überfahrene Leitpfosten wohl kaum ins Gewicht fällt.

Mit dem Auto überschlagen

Glimpflich ausgegangen ist auch der Unfall einer 19-jährigen Frau aus Buch. Am Samstag gegen 16.20 Uhr kam sie auf der Staatsstraße 2020 zwischen Obenhausen und Gannertshofen wegen eines Fahrfehlers bei Straßenglätte mit ihrem Auto ins Schleudern und rechts von der Fahrbahn ab. Ihr Wagen überschlug sich, die Frau blieb aber unverletzt. An ihrem Auto entstand Totalschaden in Höhe von rund 1500 Euro.

Im Bereich der Polizei Neu-Ulm passierten am Samstag insgesamt fünf Verkehrsunfälle. Bei einem Unfall wurde eine 29-jährige Fahrerin aus Neu-Ulm leicht verletzt. Gesamtschaden bei allen Unfällen: rund 20 000 Euro. Häufigste Unfallursache war nicht angepasstes Fahrverhalten auf winterlicher Straße.

Verräterische Spuren

Gegen glatte Straßen hilft Salz - das dachte sich ein Mann aus Nersingen, der sich allerdings mit einem Diebstahl mit dem Streumittel eindecken wollte. So kam es, dass am Samstag kurz nach Mitternacht ein 42-jähriger Mann aus Nersingen die Polizei Neu-Ulm verständigte. Ihm war ein 50-Kilo-Sack Streusalz von einem Anhänger, der auf der Silcherstraße abgestellt war, gestohlen worden. Zum Abtransport benutzte der Täter offensichtlich eine Sackkarre. Die deutlichen Spuren im Schnee führten zu einer Garage, deren Besitzer schnell ermittelt war. Leugnen hatte da keinen Sinn mehr: Der 43-jährige Tatverdächtige legte ein Geständnis ab. Das Streusalz hatte einen Wert von 15 Euro. Den Mann erwartet eine Anzeige wegen Diebstahls.

Aus Spaß wird Schlägerei

Ein Schneeballwurf führte in den frühen Samstagmorgenstunden im Bereich einer Diskothek in der Lessingstraße zu einer Schlägerei. Ein 18-jähriger Neu-Ulmer hatte auf dem Nachhauseweg die kalte Kugel in eine dreiköpfige Personengruppe geworfen. Die Männer aus dem Landkreis Neu-Ulm stellten den Werfer und seine beiden Begleiter zur Rede. Nüchtern beschreibt die Polizei, was dann folgte: „Im Laufe dieser Auseinandersetzung kam es zu wechselseitigen Körperverletzungen“. Der genaue Sachverhalt ist noch unklar. Ob Alkohol bei der Angelegenheit eine Rolle spielte, wird noch ermittelt. Drei Beteiligte wurden leicht verletzt. Eine ärztliche Behandlung war nicht erforderlich.

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