Tragischer Unfall an der Isar

München, Marienklausenbrücke | am 06.06.2010 - 14:02 Uhr | Aufrufe: 1054

Zu einem äußerst tragischen Unfall kam es heute Nachmittag an der Isar, Höhe
Marienklausenbrücke. Eine junge Familie genoß mit ihren beiden Kindern, das
sonnige Juniwochende. Der zweieinhalbjährige Sohn spielte im seichten Wasser
als er, aus der Feuerwehr nicht bekannten Gründen, in die derzeit reißende Isar
geriet.

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Der Vater sprang dem in einer Wasserwalze treibenden Kleinkind hinterher. Durch Hilferufe aufmerksam gemachte Mitglieder der nahegelegenen Wasserwachtstation machten sich einsatzfertig. Ein Rettungsschwimmer bekam das Kind zu fassen und brachte es mit Hilfe eines Passanten ans rettende Ufer. Der kleine Bub wurde noch vor Ort, bis zum Eintreffen des Feuerwehr-Notarztes "Süd" und des Kindernotarztes, von dem Wasserwachtler beatmet. Der zweieinhalbjährige war stark unterkühlt. Er kam auf die Intensivstation einer Münchner Klinik. Zwischzeitlich hatte das Unglück seinen Lauf genommen, der Vater konnte sich nicht mehr aus eigener Kraft aus den Fluten retten, er trieb schnell ab und ging unter. Mehrere Anrufer meldeten ihre Beobachtung, eine im Wasser treibende Person, von verschiedenen Stellen der Isar. Ein Großaufgebot der Feuerwehr inklusive Wasserrettungseinheit, der Polizeihubschrauber, ein
Rettungshubschrauber, die Wasserwacht und viele Streifenwagenbesatzungen suchten nach dem Ertrinkenden. Letzmals wurde er zwischen der Brudermühlbrücke und der Braunauer Eisenbahnbrücke gesehen. Auf fünf weiteren isarabwärts liegenden Brücken postierten sich die Einsatzkräfte. Unterhalb der Reichenbachbrücke spülte es den leblosen Körper über den Überlauf in die kleine Isar. Hier trieb es ihn an eine kleine Sandbank unterhalb der Corneliusbrücke. Ein Beamter der Feuerwehr stieg über eine Leiter zu dem schwer Verletzten ab und begann mit der Reanimation. Kurz darauf waren
weitere Rettungkräfte der Feuerwehr sowie der Hubschraubernotarzt des Christoph München zur Stelle und führten die Bemühungen fort. Jedoch hatte sich der Mann auch schwere Kopfverletzungen zugezogen, er verstarb noch an der Einsatzstelle.
Die 34-jährige Ehefrau und Mutter, welche im achten Monat schwanger ist, erlitt
einen schweren Schock, auch sie kam in ein Münchner Krankenhaus.



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