Ungewisse Zukunft für bayersiche Feuerwehrschulen - Weitere Kürzungen der Lehrgänge für 2012

Unterschleißheim | am 29.06.2011 - 11:13 Uhr | Aufrufe: 578

Wohin wird der Weg in Zukunft der Staatlichen Feuerwehrschulen. Das Bayerische Staatsministerium des Innern beabsichtigt weitere Kürzungen der Lehrgänge für 2012.

Logo LFV Bayern_LandesfeuerwehrverbandDer Landesfeuerwehrverband Bayern weist bereits seit Jahren auf die prekäre Lage an den Staatlichen Feuerwehrschulen hin und drängt auf eine Lösung der vielfältigen Probleme.

Bereits im Jahr 2007 wurde, laut einem internen Vermerk des StMI festgestellt, dass die Bezahlung der Lehrkräfte unzureichend ist. Viele wichtige Stellen sind zudem unbesetzt und können wegen Stellensperrungen nicht besetzt werden. Auch bei den Lehrmitteln droht Rückstand. Die hohe Nachfrage nach Lehrgangsplätzen kann zudem nur teilweise befriedigt werden. Außerdem bestehe ein Defizit an konzeptionellen mittel- und langfristigen Planungen.

Bis heute kaum Fortschritte

Trotz einer 2009 vom StMI ins Leben gerufenen Projektgruppe zur Entwicklung der Staatlichen Feuerwehrschulen, konnten bis heute kaum Verbesserungen festgestellt werden.

Anfang Dezember 2010 hatte der LFV Bayern angeregt, eine Informationsveranstaltung für alle Mitglieder der vier Arbeitsgruppen und des Lenkungsausschusses abzuhalten. Aus Sicht des StMI schien dies aber nicht erforderlich zu sein.

Mit kleinen Fortschritten konnte auf die dringendsten Problem aus Teilbereichen reagiert werden. So kann der Lehrgang „Leiter einer Feuerwehr“ kann zeitweise noch vor dem Gruppenführer-Lehrgang besucht werden, um vorhandene Lehrgangskapazitäten auszunutzen. Die Ausbildung der Feuerwehrtaucher wird übergangsweise durch eine Berufsfeuerwehr durchgeführt. Außerdem ist ein neues Konzept der Feuerwehrgrundausbildung, das durch den FB 3 des LFV Bayern erarbeitet wurde, in der Abstimmung mit den FW-Schulen.

Das „große Ganze“ scheint demgegenüber einer Verwirklichung nicht zugänglich zu sein. Eines der größten Probleme ist die Personalsituation. Das Personal an den drei staatlichen Feuerwehrschulen sollte, laut StMI um 15 neue Stellen aufgestockt werden. Damit soll die Lehrgangssituation deutlich verbessert werden. Von diesen 15 Stellen sind aber lediglich 12 Stellen für den Lehrbetrieb gedacht. Diese neuen Stellen für Lehrkräfte werden voraussichtlich erst zum Jahresende 2011 ausgeschrieben. Anschließend müssen die neu eingestellten Kräfte eine 2-Jahresausbildung absolvieren. Dies bedeutet, dass die neuen Lehrkräfte frühestens zum Jahreswechsel 2013/2014 an den Feuerwehrschulen als fertig ausgebildete Lehrkraft zur Verfügung stehen und eingesetzt werden können, soweit es nicht gelingt, bereits fertig ausgebildetes Personal zu gewinnen. Der LFV Bayern hat auch darauf hingewiesen, dass diese 12 Stellen nicht einmal dafür ausreichen werden, den bisher bestehenden Bedarf zu decken, mit der Konsequenz, dass sich an der momentanen kritischen Situation auch in den nächsten Jahren nichts ändern wird. Also werden auch weiterhin dringend benötigte Lehrgänge ausfallen oder ausgesetzt werden müssen, so dass der Ausbildungsbedarf in den bayerischen Feuerwehren in diesen Bereichen auf Jahre gesehen nicht gedeckt werden kann.

Quelle: Landesfeuerwehrverband Bayern e.V.

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