Zwei Schwestern helfen Straßenkindern in Indien

Roggenburg | am 28.12.2010 - 15:00 Uhr | Aufrufe: 503

Die Koffer sind gepackt, sämtliche Vorbereitungen für die Reise nach Indien abgeschlossen: Die 38-jährige Ärztin Tamara Spreng aus Roggenburg wird zusammen mit ihrer fünf Jahre alten Tochter Zoe und ihrer 31 Jahre alten Schwester und Physiotherapeutin Carmen am 30. Dezember für drei Wochen nach Indien fliegen und für die Organisation „Child Rescue“ medizinische Hilfe bei Straßenkindern in Assagoa in der Provinz Goa leisten.

Zwei Schwestern helfen Straßenkindern in IndienBisher kannte Tamara Spreng Indien nur von privaten Urlaubsreisen her. Dabei lernte sie den Subkontinent als Land größter Armut und zahlreicher Krankheiten kennen. Die Versorgung indischer Kinder - beileibe nicht nur sogenannte Straßenkinder - ist nach Ansicht der Medizinerin unvorstellbar schlecht. Viele Buben und Mädchen sind krank oder werden aus familiären Umständen ausgesetzt und sterben. Beim Anblick dieser Verhältnisse entstand bei der Ärztin der Wunsch, zu helfen. Der zweifachen Mutter war allerdings von Anfang an klar, dass ohne den Schirm einer humanitären Organisation keine Möglichkeit besteht, in dem Land tätig zu werden.

Nach längerer Suche stieß Tamara Spreng auf den Namen von „Child Rescue“. Die renommierte Einrichtung, vor 15 Jahren von der englischen Krankenschwester Anita Edgar gegründet, unterhält in der Stadt Assagoa vier Kinderheime für Straßenkinder sowie ein Kinderhospiz. Tamara und Carmen Spreng nahmen Kontakt mit der Organisation auf, die das Engagement der beiden Schwestern natürlich sehr begrüßte.

Zahlreiche Untersuchungen geplant

Während des dreiwöchigen Aufenthaltes sind allgemeine medizinische Untersuchungen von 300 Kindern geplant. Weiterhin sollen besonders schwierige Fälle behandelt werden, beispielsweise ein Kind mit schweren Verbrennungen und „Narbenkontraktur“, um das sich Carmen Spreng physiotherapeutisch annehmen wird. Weiter gilt es, sich um Asthmakranke und Kinder mit schweren Haut- und Infektionserkrankungen zu kümmern. Eingeplant ist auch, ein Seminar über medizinische Grundkenntnisse, besonders über Hygiene, abzuhalten.

Das Engagement der beiden Schwestern finden auch die Patienten der Roggenburger Arztpraxis von Dr. Tamara Spreng beeindruckend. Sie spendeten Kleidung, Schreibwaren, Hygieneartikel und vieles Andere mehr - eben Dinge, die am Notwendigsten gebraucht werden. Auch Dieter Münzenrieder, Apotheker der Sankt Ulrich Apotheke Weißenhorn, stellte für das Projekt Verbandsmaterial und Medikamente zur Verfügung.

Flug und Unterkunft bezahlen Tamara und Carmen Spreng aus eigener Tasche. Für die beiden zählt nach eigenen Worten nur das soziale Engagement.

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