Ausbildung bei der Berufsfeuerwehr: Ausbildung zum Brandmeister

Deutschland | am 10.10.2012 - 12:42 Uhr | Aufrufe: 911

Die Ausbildung zum Brandmeister dauert in der Regel 18 Monate und ist in mehrere Teile gegliedert und somit sehr vielseitig. Neben einem feuerwehrtechnischen Ausbildungsteil werden die Auszubildenden auch zum Rettungssanitäter ausgebildet. 

Der Ablauf, die Dauer und der Inhalt der jeweiligen Ausbildungsteile kann jedoch zwischen den einzelnen Feuerwehren stark variieren. Dieser Beitrag soll einen kurzen Überblick verschaffen.  

Die Grundausbildung

Die Ausbildung beginnt mit einer Grundausbildung. In dieser Zeit sollen die Auszubildenden verschiedene praktische und theoretische Kenntnisse erwerben. Sie lernen allgemeine Grundlagen kennen, beispielsweise zum Berufsethos der Feuerwehr, zur Organisation der Feuerwehr und welche besonderen Rechte und Pflichte Sie haben - beispielsweise bezüglich Verkehrssonderrechten. Gleichzeitig werden den Auszubildenden auch fachbezogene Grundlagen zum Verbrennungsvorgang und zu Löschmitteln und Löschverfahren beigebracht. Bei der Fahrzeug- und Gerätekunde lernen die Auszubildenden wichtiges über Feuerwehrfahrzeuge, Rettungsgeräte und weitere wichtige Geräte. Weiter werden die Auszubildenden im Bereich der Atemschutztechnik und der Einsatzlehre unterrichtet und erhalten eine Ausbildung im Bereich des vorbeugenden Brandschutzes. Auch eine Ausbildung zum Sprechfunker und zu Grundlagen von ABC-Gefahrenstoffen gehört zur Grundausbildung bei der Berufsfeuerwehr.

Die Ausbildung zum Rettungssanitäter

Der Grundausbildung schließt sich eine Ausbildung zum Rettungssanitäter an. Dabei werden die Auszubildenden theoretisch und praktisch zum Rettungssanitäter ausgebildet. Denn im Notfall müssen Feuerwehrleute Menschenleben retten können. Die Ausbildung zum Rettungssanitäter umfasst eine theoretische und eine praktische Ausbildung. Im theoretischen Teil erfahren die Auszubildenden vieles über die allgemeine Notfallmedizin und auch spezielle Notfallmedizin sowie Wichtiges zur Organisation und zum Recht im Bereich des Rettungsdienstes. Im Anschluss an den theoretischen Teil absolvieren die Auszubildenden ein vierwöchiges Praktikum in der Unfall- oder Intensivstation in einem Krankenhaus. Dort sollen sie ihre theoretischen Kenntnisse umsetzen. Diesem Teil der Ausbildung folgt ein Praktikum auf einer Rettungswache, welches etwa einen Monat dauert. In dieser Zeit werden die Auszubildenden ausschließlich im Rettungsdienst eingesetzt.

Berufspraktische Ausbildung

Gegen Ende der Ausbildung werden die Auszubildenden im aktiven Feuerwehrdienst eingesetzt. Hier haben sie die Möglichkeit, die praktische Tätigkeit im 24-Stunden-Dienst zu üben. Zudem sollen die Auszubildenden die verschiedenen Geräte der Feuerwehr kennenlernen und lernen wie man diese bedient und repariert.

Im Rahmen der Ausbildung kann eine Führerscheinausbildung absolviert werden. Um Fahrzeuge der Feuerwehr fahren zu dürfen, muss ein Führerschein der Klasse C erworben werden und die Prüfung bestanden werden. Außerdem werden bei der Führerscheinausbildung Kenntnisse über das Fahren mit Sonderrechten vermittelt und ein Fahrsicherheitstraining absolviert. 

Truppführerausbildung

In der Truppführerausbildung lernen die Auszubildenden taktische Grundlagen, die während eines Einsatzes nötig sind. Dazu zählt neben den genauen Aufgaben eines Truppführers zum Beispiel die Fahrzeugaufstellung an Einsatzstellen.

Am Ende der Ausbildung müssen die Auszubildenden eine schriftliche, mündliche und praktische Laufbahnprüfung ablegen. Auf diese Prüfung können sich die Auszubildenden schon in den letzten Wochen der Ausbildung vorbereiten – sie wiederholen alle Kenntnisse, die sie im Ausbildungsverlauf erlernten.

Wurde die Prüfung erfolgreich absolviert, schließt sich die mehrjährige Probezeit an, nach deren Bestehen die Verbeamtung folgt.

Bild: retter.tv Archivbild  

Weitere Beiträge:
Traumberuf Feuerwehrmann: Was hinter dem Berufsbild eines hauptberuflichen Feuerwehrmannes alles steckt, wird in diesem Beitrag zusammengefasst. mehr
Jugendfeuerwehr für Preis "Helfende Hand" nominiert
Dienstgrade bei der Feuerwehr werden vergeben nach Ausbildungsstand, Dienstalter oder Dienstverwendung. Je nach Bundesland kann die Bezeichnung der einzelnen Dienstgrade voneinander abweichen. mehr
Bilder und Videos zu diesem Beitrag
Das könnte Sie auch interessieren
Traumberuf Feuerwehrmann: Was hinter dem Berufsbild eines hauptberuflichen Feuerwehrmannes alles steckt, wird in diesem Beitrag zusammengefasst. mehr
am 10.09.2012 16:47
von retter.tvretter.tv Profilbild     
Die Technik ist veraltet und es sind zu wenig Lehrkräfte für die Feuerwehr in Bremerhaven und Bremen vorhanden. Weil aber eine Erneuerung der Schule zu teuer gewesen wäre, sind jetzt ... mehr
am 14.03.2012 12:05
von retter.tvretter.tv Profilbild     
Um diese Funktion zu nutzen,
müssen Sie ein registriertes Mitglied von retter.tv sein.

Sie wollen aktiv an retter.tv teilnehmen, dann melden
Sie sich jetzt kostenlos an.

weiter zur Anmeldung